Nichtstun - die Lösung für die Lausitz??

Nichtstun. Aufmerksamkeitsökonomie. Jenny Odell. Lausitz. Lausitzliebe

Dieser Beitrag ist vielleicht ein wenig anders als die anderen. Ich nehme dich diesmal mit in ein Buch. Und keine Sorge, das Ende wird dich überraschend nah an unsere LausitzLiebe heranführen.

Vor wenigen Wochen ist mir ein Buch in die Hand gefallen. Es heißt “Nichtstun” und ist geschrieben von der Amerikanerin Jenny Odell. Das Buch erschien erstmals 2019 – ist also nicht mehr ganz frisch und dennoch hochaktuell. Gerade für dich und mich, hier in der Lausitz.

Eine harte Bestandsaufnahme oder: Wer starrt noch Löcher in die Luft?

Ich bin Jana Wieduwilt und diesmal möchte ich mit dir über ein Buch sprechen. 

Jenny Odells Buch trägt den Titel „Nichtstun. Die Kunst sich der Aufmerksamkeitsökonomie zu entziehen.

Erstmal empfinde ich den Buchtitel fast wie eine Zumutung? Ist es nun so, dass wir nichts mehr tun sollen und alles wird gut? Nicht ganz. Aber dazu komme ich noch.

Jenny Odell ist Künstlerin und Uni-Professorin und das merkt man auch. Die einzelnen Teile sind eher mäanderartig miteinander verbundene Aufsätze als stringent geführte Beweise, die von A nach B führen. Dennoch verändert das Lesen des Buches etwas. Nämlich die Sichtweise auf unsere nähere Umgebung und genau deshalb findet es auch Eingang in den LausitzLiebe Podcast.

Eine Bestandsaufnahme gibt es zunächst – und ehrlich, die ist hart: Wir sind gefangen in einer Leistungsgesellschaft. Unnütz vertane Zeit – und damit ist Zeit gemeint, in der wir wirklich NICHTS tun. Also kein Handy, kein Social Media, ja nicht einmal Podcast hören – diese unnütz vertane Zeit ist nicht eingeplant. Und ganz ehrlich, einfach mal so Löcher in die Luft zu gucken, wer nimmt sich denn dafür wirklich Zeit? Ich glaube kaum jemand, egal in welcher Position.

Wenn uns das Leben zwischen den Fingern verrinnt

Jenny Odell dröselt schön auf, dass uns das Leben in all der Emsigkeit zwischen den Fingern verrinnt. Und das hat sie natürlich nicht erfunden, sondern schon Seneca und Robert Louis Stevenson haben das auch schon festgestellt und proklamiert. Heute nun ist die Sache noch ein wenig kritischer als seinerzeit. 

„Auf kollektiver Ebene steht mehr auf dem Spiel. Wir wissen, dass wir in komplexen Zeiten leben, die komplexe Gedanken und Gespräche erfordern – und diese wiederum benötigen Zeit und den Raum, den man nicht hat.“ (S.8)

Und sie sagt, dass eine Gesellschaft, die nicht mehr fähig ist, miteinander zu kommunizieren, keine Tatkraft mehr besitzt, also handlungsunfähig ist. Das bedeutet: Nichtstun ist eine Haltung, kein Wellness! Und eine Sache auf Leben und Tod.

Je mehr Angst in einer Gesellschaft ist. Desto weniger Kraft für Widerstand ist da. Sie führt Rosa Parks an, die damals im Bus einfach sitzenblieb, obwohl sie nach den damaligen Gesetzen der Rassentrennung hätte aufstehen müssen. Die Familie wurde trotz des gewaltigen Mutes der Frau in den folgenden 10 Jahren finanziell ruiniert und lebte am Existenzminimum. Es muss also auch Kraft und Kapazität für Widerstand da sein. 

Je beschäftigter wir mit dem Überleben sind, desto weniger Kraft haben wir zu widerstehen. Doch ist jetzt dieser Widerstand notwendiger denn je. Und das – ohne eine einzige Demo besucht oder anderweitig sichtbar geworden zu sein. Wir können widerstehen mit der simplen Tatsache, dass wir kollektiv unsere Aufmerksamkeit eben nicht der Aufmerksamkeitsökonomie zur Verfügung stellen. 

Nichtstun als Aktionsplan

Nichtstun ist der Aktionsplan der Autorin gegen genau diese Zeitlosigkeit im Sinne von Eile, Geschäftigkeit, Wichtigsein. Sie beschreibt drei Schritte: 

  1. Aussteigen 
  2. Eine Seitwärtsbewegung raus aus Dingen und Menschen die uns umgeben und 
  3. nach unten: Zurück an den Ort, zu dem Boden auf dem wir stehen (in unserem Falle ist dies die Lausitz)

Und keine Sorge, dies ist keine Aufforderung, sich jeglicher Technologie zu entziehen. Immerhin hat die Autorin das Buch verfasst, als wir „nur“ Social Media hatten. Da war Künstliche Intelligenz noch kein Mainstream.

Es geht vielmehr darum, den Umgang mit all diesen Dingen zu hinterfragen – naja, und wenn du so willst, ist auch eine schöne Kapitalismuskritik dabei, aber eben auf eine durchaus vielschichtige Weise.

Eine größere Perspektive einnehmen

So beschreibt sie zum Beispiel ihren Vater. Der hatte die Nase voll von seinem Job, bei dem er sich ausgebeutet und machtlos fühlte, kündigte und machte erstmal gar nichts. Das waren 2 Jahre, in denen er sich selbst näher kam. Er sei Rad gefahren, habe Berge bestiegen, Bücher gelesen und ja, er hatte Langeweile. Die er ertrug. Und damit auch den eigenen „Mist“ in seinem Inneren anfing zu ertragen. Am Ende ging er wieder zu dem einst ungeliebten Arbeitgeber zurück, doch diesmal anders. Mit Aufstiegschancen und – zahlreichen Patenten, die auf seine Erfindungen hin angemeldet wurden. Ihr Vater sagte, dass ihn:

…das Verlassen des begrenzten Jobkontexts dazu brachte, sich selbst nicht in Bezug auf diese Arbeitswelt, sondern einfach zur Welt an sich zu verstehen. Und seither erschienen ihm Dinge, die bei der Arbeit passierten, nur als ein kleiner Teil von etwas viel Größerem.“

Der Kontakt mit dem Boden, mit den wirklich existierenden Momenten. Meine Sprache jetzt in das Aufnahmegerät, deine Ohren, die den Schall wahrnehmen, deine Gedanken, die sich formen. Das ist real. Das ist Wirklich. Im Wort-Sinne wirk-lich. Es wirkt. Und das brauchen wir – in diesen komplexen Zeiten mehr denn je. Wir verändern uns. Wir funktionieren nicht reibungslos. Weil wir Menschen sind. Das ist auch gut so.

3 Schritte um die Aufmerksamkeit zurück zu gewinnen:

Und genau so ist das Nichtstun des Titels auch gemeint. Nichtstun ist ein Widerstand gegen die uns umgebende Aufmerksamkeitsökonomie. Denn, dass wir von diversen, wenigen Menschen und Konzernen abhängig sind, haben wir, glaube ich, in den letzten Monaten mehr und mehr gesehen und tatsächlich am eigenen Leibe erlebt. Soweit, so schlecht.

Doch wir können ja leider aus diversen Gründen nicht alle in die Waldeinsamkeit oder ins Aussiedlertum übersiedeln. Wir sind nun mal Bestandteil einer recht komplexen Welt, der wir ziemlich viel geben (müssen), um klarzukommen. Aber!!! Eine Sache – eine letzte Sache ist es, über die wir (noch) die Hoheit haben: Unsere Aufmerksamkeit! Und wenn du mal selbst schaust, wie du Social Media oder andere Ablenkungen nutzt – und was das mit dir macht, kannst du vielleicht hier beipflichten. 

Die gute Nachricht – und auch deshalb finde ich das Buch so lesenswert: Du kannst was tun, um deine Aufmerksamkeit zurückzugewinnen.

(1) Nichtstun. Schaffe dir Zeit und Raum für das Nichtstun. Nur wenn wir den Raum und die Zeit dafür haben, können wir uns besinnen, denken, heilen. 

„Es gibt eine Art von Nichts, die notwendig ist, um letztendlich etwas zu tun. Wenn die Überstimulation ein fester Bestandteil unseres Lebens geworden ist, dann schlage ich vor, dass wir FOMO (fear of missing out), die Angst etwas zu verpassen, neu denken als NOMO (necessity of missing out), die Notwendigkeit etwas zu verpassen, oder, wenn Sie das beruhigt, als NOSMO (necessity of sometimes missing out).“

Diese strategische Form von “Nichts” ist die heilsamste, wenn es darum geht, unsere Aufmerksamkeit, wieder zurück zu gewinnen!! Und das sollten wir dringend tun. Ich komme noch drauf, wie du das konkret in der Lausitz machen kannst. Ganz wichtig: Es hat nichts mit wiederum kommerzialisierten Digital Detox Camps oder anderen für viel Geld verkauften Wellness-Dingen zu tun! 

(2) Das 2. Werkzeug: Deep Listening.

„Nichts zu tun bedeutet, selbst stillzuhalten, so dass man wahrnehmen kann, was wirklich um einen ist…. Unglücklicherweise bedeutet unsere konstante Bindung an die Aufmerksamkeitsökonomie, dass viele von uns (mich selbst eingeschlossen) das wohl erst wieder lernen müssen. Vom Problem der Filterblase abgesehen, fördern die Plattformen, die wir nutzen, um miteinander zu kommunizieren, das Zuhören nicht gerade. Stattdessen belohnen sie Geschrei und allzu simple Reaktionen, auf jemanden losgehen nach dem Lesen einer einzigen Schlagzeile.“ 

Autsch. Das sitzt. Und tut auch weh. Wie oft vereinfachen wir Informationen, auch in der Lausitz? Ja, klar, wir denken immer, dass wir stets was Neues produzieren müssen, auch ich denke das. Dabei ist es doch viel wichtiger, das augenscheinlich „Alte“ zu pflegen und zu hegen (und es erstmal kennenzulernen).

(3) Und dann Schritt 3: Die Aufforderung, uns selbst und anderen und alles, was uns umgibt, zu schützen. 

„Ich spreche mich dafür aus, dass wir unsere Räume und unsere Zeit für nicht instrumentelle, nicht kommerzielle Aktivitäten und Gedanken, für Aufrechterhaltung, Zuwendung und Geselligkeit bewahren. Und ich spreche mich dafür aus, dass wir unsere menschliche Tierhaftigkeit mit Zähnen und Klauen vor allen Technologien beschützen, die den Körper, Körper anderer Wesen und den Körper der Landschaft, in der wir leben, aktiv übergehen und geringschätzen. 

Jaaaa! Ich kann das nicht so schön sagen. Aber genau das ist die Intention, mit der ich jede einzelne Podcast Episode für dich mache. Du kannst mich unterstützen, indem du diesem Link folgst Lausitzliebe fördern und mir einen kleinen Beitrag spendest. 

Abseits stehen und ungehorsam sein?

Aber was ist denn nun die Lösung? Vom dauerhaften Rückzug aus unserer Welt in eine Enklave der Technologielosigkeit halte ich persönlich, ebenso wie die Autorin Jenny Odell nicht allzuviel. Das Zeug ist da und schlau ist es, zu lernen, damit umzugehen. 

Sie schlägt vor: Abseitsstehen zu lernen. „Abseits Stehen heißt, sich die Welt (jetzt und hier) aus dem Blickwinkel einer Welt, wie sie sein könnte (die Zukunft) anzuschauen, mit all den hoffnungsfrohen und sorgenvollen Betrachtungen, die das mit sich bringt… gelingt es uns vielleicht, die zarten Umrisse eines epikureischen guten Lebens zu spüren, frei von „Mythen und Aberglauben“, wie Rassismus, Sexismus, Homophobie, Transphobie, Xenophobie, Klimawandel-Leugnung und anderen Ängsten ohne reale Grundlage. Das ist keine müßige Übung. Je mehr uns die Aufmerksamkeitsökonomie in einer furchterregenden Gegenwart gefangen hält, desto wichtiger wird es, nicht nur vergangene Versionen unseres Dilemmas zu verstehen, sondern auch eine Kraft für die Vorstellung zu bewahren, die frei von Enttäuschung ist. … Diese Art von Widerstand manifestiert sich dennoch in der Partizipation, aber in einer Partizipation „gegen den Strich“ in einer Weise, die die Autorität des hegemonialen Spiels unterwandert und außerhalb von diesen Möglichkeiten eröffnet. (S. 99)

Also, Aufmerksamkeit entziehen als Akt des zivilen Ungehorsams. Und hier meine ich nicht, Facebook und Co. zu verlassen. Das kannst du machen. Aber ich denke, es gibt andere Wege. Subversive Wege.

Jenny Odell schreibt, dass das Entziehen der Aufmerksamkeit erst einmal im Geiste beginnt und nie mehr endet. Das verstehe ich. Denn ich konnte erst aufhören zu rauchen, als ich begriff, dass ich NIE mehr rauchen werde. Und dass es jeden Tag ein bisschen Willenskraft erfordert, NICHT zu rauchen und stattdessen was anderes zu machen. Die Autorin schlägt vor, Aufmerksamkeit nicht nur zu entziehen, sondern gezielt und mit Absicht in eine andere Richtung zu lenken.

Gemeinsam.

Wir müssen in der Lage sein, Medien und ihre Wirkweise zu durchschauen, den Algorithmus zu verstehen, der uns immer wieder neu triggert und uns manipuliert – und zwar auf einer Ebene, die wir kaum mit dem bewussten Verstand erfassen.

Jenny Odell konstatiert nüchtern, dass die Aufmerksamkeit das Letzte ist, was wir noch abziehen können! Alles andere ist schon weg. Und kommt nicht wieder, in Zeiten, wo wir natürlich erstmal das eigene Überleben sichern müssen.

Sie sagt zum Beispiel, dass man ja, wenn eine Werbung eingeblendet werde, bevor du z.B. diesen Podcast hören kannst, die Werbung auf eine Weise ansehen könnte, die deine Aufmerksamkeit schärft, statt ablenkt: Indem du und ich vielleicht so draufgucken als wollten wir studieren, wie die Werbemenschen unser Verlangen erzeugen… Das ist Spielraum, den jede und jeder von uns hat.

„Deshalb ist es sogar noch wichtiger, dass jeder, der einen Spielraum hat – und sei er auch noch so klein – von ihm Gebrauch macht, um immer weitere Spielräume zu eröffnen.“ S. 139

Und dieser Umgang kann uns trainieren. „Wenn es die Aufmerksamkeit ist (die Entscheidung, auf was man sich fokussieren möchte), die unsere Realität schafft, dann bedeutet das WIedererlangen der Kontrolle über sie womöglich auch die Entdeckung neuer Welten und neuer Wege, diese zu durchwandern.“

Das ist cool. Wenn wir also auf neue Art entdecken, wie wir damit umgehen, dann können wir die Kontrolle zurück bekommen.

Und das ist ein Weg, kein Spaziergang. Denn wir müssen von dem Gefühl, wir könnten irgendetwas wirklich kontrollieren, Abschied nehmen

Wir können die zerstörte Natur der Tagebaue nicht renaturieren. Auch nicht durch riesige künstliche Seen und Böschungen mit 1:2 Neigung. Das kann die Natur nur selber. Wir können gefällte Baumalleen nicht wiederherstellen durch mikrige Neupflanzungen. Isso. Diese Illusion der Kontrolle ist wohltuend, ja. Aber nicht mehr zeitgemäß. 

Denn alles ist mit allem verbunden. Buddel ich ein Loch in die Sandkiste Lausitz, wird das auf dich und mich wirken. Ziehe ich Wasser ab, werden du und ich unter der Trockenheit leiden. Rode ich Wälder, werden wir von noch mehr Temperaturextremen in der Lausitz überrascht. Bin ich nur noch auf Social Media am Start, werde ich die Beziehung zu meinen Liebsten zumindest verschlechtern.

„Es geht auch um Kontrolle, denn wenn wir begreifen, dass das, was wir als Selbst erleben, komplett an andere gebunden und nicht durch grundlegende Qualitäten SONDERN DURCH BEZIEHUNGEN determiniert ist, dann müssen wir die Vorstellung einer kontrollierbaren Identität und einer neutralen apolitischen Existenz (die Mythologie, die Gentrifizierung begleitet) weiter preisgeben. Aber ob wir das veränderliche Produkt unserer Interaktion mit anderen sind, das ist nicht unsere Entscheidung. Die einzige Entscheidung die wir treffen können, ist, ob wir diese Realität anerkennen oder nicht. S.195

Und das geht damit einher, dass wir eben anerkennen, dass wir du und ich Teil eines Ganzen sind und wir selbst, du und ich, nur in Interaktion mit unserer Umwelt: Menschen, Tieren, Orten, Pflanzen entstehen. Also wenn du eine Idee hast, ist diese Idee vielleicht aus deinem Munde gekommen und von dir erdacht worden – aber auf der Grundlage der Interaktion mit Büchern, Menschen, Natur, deiner Umwelt. Und wie du drauf reagierst und deine Umwelt auf dich, das verändert dich. Doch was bedeutet das nun in Bezug auf unsere Gefahr, von der Aufmerksamkeitsökonomie vollständig verschlungen zu werden?

Die Lösung. So simpel, dass es fast schmerzt

Die Lösung, die Odell vorschlägt, ist so simpel, dass es fast schmerzt:

Ich teaser das hier nur an, denn mein Wunsch wäre, dass du das Buch liest. Ich habe übrigens weder einen Affiliate Link noch irgendeine finanzielle Aktie daran, dass du das Buch liest, dir ausleihst oder kaufst. Es ist mir einfach wichtig – ebenso wie dieser Podcast, an dem keine Zeile KI generiert ist. Mit Absicht. Weil ich das Denken nicht verlernen will.

Jenny Odell schlägt also vor, „ein Gefühl zu entwickeln für den Ort, an dem wir uns aufhalten. Das ermöglicht Aufmerksamkeit, fördert sie aber zugleich. Wenn wir wieder lernen wollen, uns umeinander zu kümmern, dann müssen wir auch wieder lernen, uns um Orte zu kümmern.“

Ahhhhh., das spricht mir aus der Seele. Als ich LausitzLiebe gegründet habe, konnte ich das nicht so benennen, aber genau das ist es, was meine Intention ist. Ich denke, wenn wir uns die Orte vertraut machen, ihnen Aufmerksamkeit widmen, beginnen wir mit unserem Umfeld, Menschen,Tiere, Bäume, Kräuter, Gebäude, Strukturen zu interagieren. (Und nebenbei bemerkt, ziehen wir Aufmerksamkeit aus den Algorithmen der Social Media und Tech Giganten ab. 

Die Lösung. ist im Buch wunderschön beschrieben. Lies es. Und danach geh raus. Mach dir einen Baum zum Freund. Einen. Oder einen Vogel. Schau sie an. Betrachte sie wirklich. Voller Aufmerksamkeit, so wie wir beide das vor einigen Episoden mit dem Holunder gemacht haben. Wir haben 20 Minuten den Holunder angeguckt und ich hätte die Folge gut und gern auch 40 Minuten lang machen können. Mach dir deine Umgebung zum Freund, gib ihr Namen. Deinem Baum zum Beispiel. Und du gehst durch ein Tor, durch das du nicht mehr zurück kannst. Du wirst dich verändern. (Und nebenbei bemerkt, nicht mehr so viel Zeit in der Aufmerksamkeitsökonomie zu verbringen).

Danke, dass du das gelesen hast. 

Lass uns gemeinsam daran arbeiten, dass die Lausitz ein Ort für alle bleibt. Ein zukunftsfähiger Ort, an dem auch das, was ist, gewertschätzt werden kann, Ein Ort, an dem es Räume gibt für Gedanken, Austausch und Nichtstun. 

Ich wünsche dir die stetige Hoheit über deine Aufmerksamkeit und wie immer ganz viel LausitzLiebe.

Warum LausitzLiebe?

Ich hoffe, du hattest Spaß und Freude an diesem Bericht. Mein Anliegen ist es, mit diesen – übrigens recht aufwändigen Berichten und Folgen, noch mehr Menschen für die Natur hier in der LausitzLiebe Region zu interessieren und zu begeistern. Wenn mir das heute gelungen ist, ist alles gut. Wenn du diese Folge unterstützen möchtest, dann Like sie, gib 5 Sterne, teile die Folge und empfehle LausitzLiebe Podcast gern an Menschen weiter von denen du weißt, dass sie die Natur in der Lausitz ebenso lieben wie wir beide. Nun verabschiede ich mich von dir, und wünsche dir wie immer ganz viel LausitzLiebe. Deine Naturpilgerin Jana Wieduwilt