Mein ultimativer Tipp, wenn du gerade nicht weiterkommst

Mein ultimativer Tipp, wenn du gerade nicht weiterkommst

Die eine Sache, die immer hilft!

Es gibt Momente, manchmal auch Tage oder Wochen, da ist das Leben nicht ganz so nett zu uns. Da kommt eines zum anderen. Es quietscht und knackt ordentlich im Lebensgetriebe. So als hätte jemand statt gutes Getriebeöl feinen Sand dazwischen gestreut. Nun kann man mit diesen Phasen im Leben, die jeder wohl kennt, unterschiedlich umgehen.

Man kann sich ärgern. So richtig ärgern.

Mit dem Fuß aufstampfen. Heulen. Wütend sein. Dazu empfehle ich noch eine ordentliche Portion Selbstmitleid und natürlich auch das Beschuldigen der Umstände, der Anderen, der Welt, der Politik, wahlweise auch die Jugend, die Senioren oder andere Gruppen. Kannste machen.

Den ganzen Tag.

Und Abends, wenn du ins Bett gehst, schimpfst du erst mal noch ne Runde, entweder, weil das Wetter nun auch noch schlecht ist, dein Ehegatte schnarcht, oder eben nicht schnarcht, das Bett zu warm, kalt, weich oder hart ist. Dir fällt schon was ein, worüber du schimpfen kannst.

Morgens dann, nachdem du natürlich saumäßig schlecht geschlafen hast, was dich ja auch wieder aufregt, dann stöhnst du erstmal laut.

Du kannst dich jetzt ärgern, weil du viel zu früh aufstehen und dann auch noch zu deiner Arbeit gehen musst, weil du einfach echt zu gut für die Welt bist. Dein Chef, deine Mitarbeiter und die roten Ampeln werden dir auch heute wieder so richtig auf den Keks gehen, und überhaupt befindest du dich am Rande des Nervenzusammenbruchs.

Ok. Genug der Ironie.

Du kennst solche Menschen vielleicht. Bei denen ist einfach immer Sand im Getriebe. Weißt du, warum? Weil sie es selbst hineinstreuen! Sie streuen es einfach selbst hinein, indem sie sich systematisch in schlechte Laune versetzen. Natürlich gibt es Situationen, die sind unschön.

Wenn wir etwa krank sind oder der Handwerker zu spät kommt.

Und dann kann man sich natürlich drüber aufregen. Man kann sich aber auch einfach fragen: Was will mir das Leben gerade sagen? Was kann ich daraus lernen? Soll die Krankheit mir vielleicht sagen, dass ich etwas langsamer machen soll? Oder dass ich meinem Körper mehr zuhören darf? Oder der zu spät gekommene Handwerker: Schenkt er mir gerade eine Stunde Zeit für mich im neuen oder alten Haus?

Darf ich mich mal ganz hinein fühlen in das Gebäude, den Ort?

Ich habe genau das gerade mit einer Kundin beim BusinessPilgern besprochen. Und weißt du jetzt,  was das Geheimnis ist, wenn du gerade nicht weiterkommst? Richtig! Wechsel mal die Blickrichtung.

Dreh dich um 180 Grad.

Und guck woanders hin. Nicht auf das scheinbare “Elend”, sondern in die entgegengesetzte Richtung. Frag dich: Wozu ist diese Erfahrung gut? Und dann warte gelassen die Antwort ab. Probiere das mal aus, wenn du das nächste Mal Sand im Getriebe des Lebens hast! Wenn du in deinem Marketing – egal ob für deine Stadt, für dich als Person oder Geschäftsmann/frau endlich einen positiven Masterplan haben möchtest, weil du endlich so gesehen werden willst, wie du wirklich bist, dann geh doch mal raus.

Wenn du das nicht alleine tun möchtest, sondern in einer ideenreichen Umgebung mit vielen Impulsen draußen sein magst, dann bewirb dich für mein Jahresprogramm 2020.

Ich freue mich so sehr auf dich!

Wie treffe ich eine Entscheidung?

Wie treffe ich eine Entscheidung?

Wie du mit dir selbst diskutieren kannst – eine kleine Diskussion über Hüte und Entscheidungen

Ich habe ab und an den Hut auf. Klar, denn ich bin je nachdem ja nicht nur Chefin sondern auch Projektverantwortliche. Mit einem mexikanischen Hut, so wie hier gehe ich allerdings selten aus, denn das gehört nicht so zu meinem Kleidungsstil in Mitteleuropa.

Internes Team

Das Hut-Erlebnis beim Aufräumen unseres Dachbodens allerdings hat mich animiert, dir einige Anregungen über mein internes Team zu schreiben. Inneres Team? Klingt erst mal ziemlich irre?

Wie viele bin ich? Nein keine Angst. 

Es ist ganz einfach.

Wenn ich vor einer Entscheidung stehe, die nicht ganz leicht ist, die ich aber alleine treffen muss, dann gehe ich in eine Konferenz mit meinem inneren Team. Ich nehme mehrere imaginäre Hüte und setze sie den jeweiligen Typen auf.

Der Hut symbolisiert eine bestimmte Position, Einstellung und/oder Lebenserfahrung.

In meinem Falle habe ich mir mehrere Menschen/Menschenbilder ausgesucht, die mich seit Jahren bei Entscheidungen begleiten.

Da ist zum Beispiel meine liebe Oma.

Sie hatte immer kräftige Sprüche auf Lager, wie zum Beispiel: “Aus einer schönen Schüssel traust du dich nicht, zu essen – oder „Breitgelatschter Käse bleibt Käse”  und war mit pragmatischem Menschenverstand ausgerüstet. Nicht zu unterschätzen, wenn man in einer Ja-Nein-oderlieberdoch-achneliebernicht-Schleife festhängt.

Und dann ist da Winnetou.

Ihr wisst schon, der Indianer vom Stamme der Apachen, der an einem Schreibtisch in Radebeul geboren wurde. Meiner sieht komischerweise aus wie Pierre Brice. Er ist der, der für Gerechtigkeit sorgt und der mir unendliche Freiheit vorlebt. Verantwortung und Freiheit im wilden Westen.

Dann ist da noch Steve Jobs.

Unternehmertum. Verkaufen. Innovation um jeden Preis. Design um jeden Preis.

Dann gibt es noch die Jungfrau Maria aus der Bibel.

Sie ist für mich der Inbegriff von Fürsorge und Loyalität. Und natürlich Jesus. Liebe und Vision pur. Wenn ich die alle beisammen habe, setze ich mir im Gedanken jeweils den Hut auf, den ich diesen Menschen zuordne.

Dann frage ich jeden einzelnen genau die gleiche Frage. Sollte ich dies oder das tun oder lassen?

Jeder gibt mir den passenden Ratschlag, die zu seinem Hut, zu seiner (mir ihm zugeschriebenen) Eigenschaft passt. Welche Hüte würdest du dir denn aufsetzen, wenn du dein inneres Team zusammenstellst?

Wie bekomme ich den Kopf schnell wieder frei?

Wie bekomme ich den Kopf schnell wieder frei?

Wenn  ich draußen bin, auf dem Weg bin, dann werden meine verstopften Gehirnwindungen wieder sauber, klar und durchlässig. Je weiter weg ich vom Ort des Geschehens bin, also in dem Fall von meinem Schreibtisch und Computer, umso schneller, smarter und leichter fließen meine Gedanken.

Absichtslos.

Ich schaue mir einen Baum an, zum Beispiel: Bestaune die Blätter, die Furchung der Rinde, die starken Wurzeln und frage mich dann, was dieser Baum schon so alles erlebt hat. Wer hat in seinem Schatten gelegen? Wie viele verliebte Pärchen hat er gesehen? Hat er ab und an Kinderlachen vernommen?

So ein Baumleben ist lang.

Wenn ich dann weiterschaue, nicht nur jetzt im Herbst, wenn die Blätter alle bunt sind, dann relativiert sich wieder alles. Mein Verknotungskopf-Dingsi wird auf einmal logisch, klar. 

Erstes Learning:

Keine Herausforderung ist so groß, dass du sie nicht irgendwie lösen kannst.

Relativiere deine Gedanken.

Was ist denn wirklich wichtig? Vergeude deine Momente nicht  mit Sorgen und schon gar nicht damit, die Sorgen von der einen auf die andere Seite deines Kopfes zu wälzen.

Und dann, so langsam, schiebt sich meine Denkmaschine wieder in die gewohnte Qualität und Geschwindigkeit. Ich nehme die Herausforderung oder mein aktuelles Thema mit raus. An die frische Luft.

Lege es auf meine Hand und lass es mal ordentlich durchpusten.

Alles, was nicht dazu gehört und unmittelbar damit verwachsen ist, weht der Wind einfach weg.

Zweite Erkenntnis:

Was gehört direkt zu deiner Herausforderung?

Ist es wichtig oder was ist völlig unwichtig? Wo ist der Nebenschauplatz. Weglassen! Definiere den Kern deiner anstehenden Aufgabe.

Hach, jetzt ist mir schon leichter, so wie diesem Blatt hier, das vor mir her tanzt. Wie perfekt es geschnitten ist. Welch feine Maserung. Wie gleichmäßig es gezackt ist. Und wie bunt zugleich.

Wenn ich um mich blicke, sehe ich, wie perfekt, wie reibungslos die Natur eingerichtet ist, wie unglaublich effektiv hier draußen alles einem großen Plan folgt.

Dann weiß ich – und das ist Erkenntnis Nummer drei von meinem Lehrer, der Natur:

Alles hat seine Zeit.

Es findet sich alles. Alles ist schon da. Ich darf nur noch die richtige Ansprache finden. 

Und dann rascheln meine Füße durch das Herbstlaub. Ach, wie freue ich mich darüber.  Mein Kopf macht wieder, was er soll.

Ich laufe dann weiter, erfreue mich an meiner Lösung, die ich gefunden habe und daran, wie ich wachsen darf. Ich danke der Natur dafür, mein Lehrer zu sein.

Es ist ein gutes Gefühl. So logisch und folgerichtig. 

Auch deshalb gehe ich – sowie es irgendwie möglich ist, mit meinen Kunden pilgern. In den Bergen, am Wasser oder wo auch immer. Ist nur wenig Zeit, etwa 2-3 Stunden, dann tut es auch ein Stadtpark. Draußen sein! Bäume gucken. Frischen Wind/Luftzug spüren. Schön. Klar. 

Fünf Tipps, damit du wieder Wunder sehen kannst

Fünf Tipps, damit du wieder Wunder sehen kannst

Du kannst dich nicht mehr wundern?

Guck mal auf das Bild. Das ist am Strand von Estland und ich habe den Sand dressiert. Guck doch mal, wie er meinen Handbewegungen folgt, er frisst mir aus der Hand.

Ist schön, oder? Ein Wunder? Ganz sicher!

Ich wusste schon immer, dass ich magische Fähigkeiten habe und daher kann ich auch Sand aus meiner Hand fressen lassen. Ok, ich komm ja schon wieder zurück in die Realität. Möglicherweise ist es einfach Sand, der im Wind tanzt.

Feinster Ostseesand.

Und: Ist das etwa kein Wunder? Die Natur hat Felsen so fein geraspelt und gemahlen, dass der Sand so fein ist, dass er beim geringsten Windhauch unglaublichste Formationen fliegen kann. Wenn das kein Wunder ist, dann weiß ich auch nicht.

Jeder Tag ist voller Wunder.

Jetzt färben sich auf wundersame Weise die Blätter der Bäume rot, gelb und orange. Die Weintrauben reifen wie verrückt. Die Hornissen fressen sich Winterspeck an, bevor sie in Starre fallen. Es gibt Familien, die sind so nett miteinander, dass es eine Freude ist, ihnen zuzusehen. Der Apfelmus ist gekocht und sehr lecker.

Wunder über Wunder.

Ich bin älter als mein Vater. Auch das ist irgendwie ein Wunder. Meine Träume werden wahr. Jeden Tag. Wunder. Ok.

Was hast du so für Wunder in deinem Leben?

Keins? Glaub ich nicht. Wirklich gar keins? Nicht mal ein ganz winzig Kleines? Hast du schon mal eine Hummel gesehen? Die kann laut den Berechnungen der Wissenschaftler gar nicht fliegen. Zu schwerer Körper, zu kleine Flügel.

Und was macht das Insekt?

Es fliegt. So was aber auch! Die Hummel hält sich nicht daran, was alle sagen. Sie fliegt einfach. Das ist Tipp Nummer eins:

Wenn du Wunder sehen willst, höre nicht auf die anderen. (z.B. Hummel oder Sand)

Wunder kommt von wundern. Wundern kommt für mich von Staunen. Kannst du über irgendwas staunen? Eine technische Meisterleistung? Ein besonders schönes Gedicht? Einen wundervollen Satz von einem Freund? Ja? Dann ist hier Tipp Nummer zwei:

Staune öfter. Wundere dich.

Dir ist einfach nur langweilig? Du kennst alles schon. Und Sand der dir aus der Hand frisst, den findest du lahm, öd und doof? Macht doch nichts. Dir ist also langweilig. Alles läuft nach Plan und bestens. Du verdienst gut. Deine Firma läuft. Und dir ist langweilig. Hier kommt Tipp Nummer drei:

Umgib dich mit Menschen, die dich herausfordern, deinen Intellekt wahlweise ärgern oder beflügeln. Zweiteres ist schöner, denk ich.

Such dir einen Mentor.

Dir ist immer noch langweilig? Natur interessiert dich nicht. Dein Auto fährt ohne Wald? Stört es dich, dass es langweilig ist? Wenn nicht, dann versteh ich nicht, warum du diesen Blogbeitrag liest. Dann klapp deinen Laptop zu und geh weiter dein langweiliges Geld verdienen. Oder mach Tipp Nummer vier:

Mach mal was anderes. Kauf dir Blumen.

Ja, du sollst dir selbst Blumen schenken. Oder du gehst heute zu Fuß zur Arbeit. Oder zumindest den letzten Block. Wenn du in der Stadt bist, läufst du so, dass du nie auf die Striche zwischen den Pflasterplatten trittst. Berichte mir bitte, wie albern und langweilig du das fandest. 

Hat doch alles keinen Zweck. Nur Gelaber.

Nicht ganz: Ich schreibe es dir ja auf! Du liest also. Du willst also wirklich dein Leben ändern und die Wunder wieder rein lassen? Dann beweise Mut und bewirb dich für ein Jahr Pilgercoaching bei mir.

Füll das Kontaktformular aus und drück dir die Daumen. 

Ich freu mich auf dich!

Fünf Dinge, die wir von Ameisen lernen können, um Marketing zu machen

Fünf Dinge, die wir von Ameisen lernen können, um Marketing zu machen

Was ein Ameisenhaufen mit deinem Marketing zu tun hat?

Neulich, in Estland, da habe ich beim Pilgern diesen Ameisenhaufen gefunden. Gefunden ist gut. Er ist ja nicht zu übersehen. In diesem Zusammenhang fiel mir auf, dass Ameisen absolut faszinierend sind, weil sie das offensichtliche Chaos so gut beherrschen. 

Was das mit Marketing zu tun hat? Auf den ersten Blick nichts. Auf den zweiten jede Menge. 

Ameisen sind klein. Winzig. Und doch können Sie einen Ameisenhaufen errichten, der tausende Male so hoch ist, wie eine Ameise. Was lernen wir daraus?

Ameisen verfolgen die Strategie der eng verzahnten Zusammenarbeit.

Was eine Einzelne niemals schaffen könnte, erledigen sie im Verbund. 

Das kannst du auch nutzen, um mehr oder die richtigen Kunden für dein Business zu gewinnen:

Geh gezielt strategische Partnerschaften ein.

Nimm mal ein Beispiel: Du verkaufst zum Beispiel Häuser. Macht es vielleicht Sinn, eng mit einem Scheidungsanwalt  zu kooperieren? Denn viele Häuser werden verkauft, wenn Ehen geschieden werden.

Ameisen sind scheinbar völlig planlos.

Stich mal in einen Ameisenhaufen. Oder noch besser, setz dich rein. Was passiert? Die Tierchen laufen zu Höchstform auf, sie verteidigen ihr Heim wie besessen. Was bedeutet das? Sie sind genau auf den Punkt da. Für dein Marketing kannst du das Prinzip nutzen. Du kannst ja nach außen den Anschein erwecken, dass du im Laissez-faire-Modus bist. Nach innen sei dir immer klar darüber, was du wann willst und welche Schritte du gehen wirst, wenn dein Kunde anruft. Und dann tu das, denn er wird anrufen.

Apropos: Du kennst doch deinen Lieblingskunden?

Der, bei dem alles leicht geht. Alles flutscht und geschmeidig von der Beauftragung bis zum Rechnungsausgleich einfach läuft? Der anspruchsvolle Aufgaben hat, die dich ordentlich herausfordern, dir aber gleichzeitig so vertraut, dass er dich machen lässt?

Na dann lehren uns die Ameisen gleich Lektion 3

Was ist das liebste, beste und schönste Futter für die Ameisen? Sie werden es finden. Im Team. So wie sie zielsicher Nahrungsquellen erschließen, solltest du genau wissen, wer dein Kunde ist. Mach dir ein klares Zielbild und am besten ein Testimonial für deinen Wunschkunden. 

Wenn Ameisen eine neue Gegend erschließen, Baumaterial für den Haufen zusammen klauben und/oder Nahrung suchen, nehmen sie den Weg des geringsten Widerstandes. Eine Ameise folgt der anderen, bis ein richtig ausgetretener Pfad vorhanden ist.

Wozu das Rad neu erfinden, wenn es schon da ist?

Lektion vier: Wenn es bewährte Wege gibt, die andere schon vor dir gegangen sind, nutze deren Wissen. Du musst doch nicht erst eine Expedition machen, wenn du auf jahrelange Erfahrung von anderen zurückgreifen kannst. Soll auch heißen, mach es dir einfach.

Mach nicht alles selber.

Folge auch mal dem Rat anderer. Auch im Marketing. Du sollst natürlich nicht 1:1 abkupfern, aber du könntest dir Strategien anderer erfolgreicher Leute ansehen und die Elemente daraus adaptieren.

Das Wertvollste bei den Ameisen ist die Königin. Das Herz der Ameisenkolonie. Sie ist überlebenswichtig für den Schwarm. Daher. 

Lektion 5:

Was ist dein Wertvollstes?

Im Businesskontext. Was ist das Herz deines Business? Weißt du das? Das, was dich einzigartig macht? Das gilt es, zu bewahren und zu schützen, vor allem aber zu kommunizieren.

Was du tun kannst, wenn du eine Veränderung in deinem (Geschäfts-)Leben brauchst 

Was du tun kannst, wenn du eine Veränderung in deinem (Geschäfts-)Leben brauchst 

Was du gegen das kleine Nagen in deinem Herzen tun kannst.. 

Du kennst das: Es gibt Zeiten im Leben, da hast du keine Zeit nachzudenken, warum du hier auf der Welt bist.  Schaffst es einfach nicht, darüber zu sinnieren, was noch kommt und was du noch beizutragen hast.

Viel zu busy

Du machst deine Sache, ziehst vielleicht Kinder groß, baust dein Haus und / oder Business auf und bist einfach viel zu beschäftigt damit, zu überleben. Dann gibt es Phasen, die sind ruhig und laufen reibungslos. Die Kinder sind erwachsen geworden, Huch, so schnell! Geschäftlich läuft alles Bestens. 

Und doch ist da ein kleines Nagen in deinem Herzen.

Ein leises Anklopfen an deine Brust, von innen. “Was kommt noch? Kann ich noch was geben?”, flüstert es. Du setzt dich hin. Denkst nach. Ja, was kommt noch? Wo willst du hin? Und was ist es, was du willst?

Du weißt es nicht. 

Genau das ist bei mir der Zeitpunkt gewesen, an dem ich zuerst Fasten und dann Pilgern gegangen bin. Pilgern. Laufen. Mich einlassen auf eine Situation, die immer wieder neu ist, einlassen auf andere Menschen.

Auf andere Lebensentwürfe und Ideen. Auf Fragen, die das Leben und andere Menschen stellen.

Ich habe für dich das Pilgern, die Reise zu sich selbst in den Businesscontext gestellt und du entwickelst mit mir beim Laufen Ideen für deine Zukunft.

Reizvoll? Du kannst aber nicht so lange weg?

Musst du nicht. Ich habe den gesamten Prozess des Pilgerns mit Vorbereitung, Pilgerbegleitung und Pilgerreise in ein ganzes Jahr gepackt, das dein Leben verändern wird. Am Ende des Jahres weißt du, was du willst. Bist die ersten Schritte, begleitet von mir als Mentorin, schon gegangen und weißt im Business, was genau dir die Kunden bringt, die du haben möchtest.

Du schwebst durchs Leben.

Du bist reifer und weiser geworden. Hast Menschen getroffen, wenn auch nur kurz, die dich nachhaltig beeindruckt haben. Ein Team ist entstanden, auf das du auch nach dem Jahr zurückgreifen kannst. Freunde. Eine enge Verbindung. Ein Jahr mit mir. Sechs Live-Treffen – zum Pilgern an den schönsten Orten Deutschlands. An verlängerten Wochenenden. Und Jana an deiner Seite. Schreib mir.

Ich bin für dich da und begleite dich als guter Freund und Mentor in dein neues Leben.

Achtung, Nostalgie

Achtung, Nostalgie.

Wie ich vor 23 Jahren mein erstes Diplom feierte und was das mit dir zu tun hat

Es war 9.46 Uhr, meine Verteidigung war zu Ende. Bis auf einen kleinen Schnitzer hatte ich es perfekt gemacht. Meine Diplomarbeit zum Thema Umweltmanagementsysteme erfolgreich verteidigt.

Ab jetzt durfte ich mich Diplom-Kauffrau nennen.

Das war ein cooler Moment. Mein erstes Studium. Geschafft. Am 7. Oktober 1996. Wenige Stunden später war ich mit Klaus aus München, den ich in Venezuela kennen gelernt hatte, im Raskolnikoff in Dresden. Sandboden. Schön! Klaus hatte sich ein paar (!) Immobilien zugelegt und wollte die ansehen. Danach feierte er mit mir mein Diplom.

Damals waren meine Glaubenssätze größer als ich selbst.

Ich glaubte, dass es nur zwei Möglichkeiten gibt, frei zu sein: Entweder schwerreich, so wie zum Beispiel Klaus, oder studieren und wenig Geld. Einen Mittelweg sah ich nicht. Weil ich ihn nicht sehen wollte. Ich glaubte damals, dass das Leben so was für mich nicht vorgesehen hatte und wollte mich noch ein wenig vor der Arbeit in einem sterilen Büro von 9-5 drücken.

Daher hatte ich noch während ich meine Diplomarbeit schrieb, mein zweites Studium begonnen.

Landespflege oder auch Landschaftsarchitektur.

Nenn es, wie du willst. Ich war damals ganz schön auf Öko, stelle ich gerade fest. Selbst zu meiner Verteidigung hatte ich meinen kolumbianischen Strickpulli an. Meine Professoren hatten es vermutlich auch nicht immer einfach. Ich aber auch nicht, mit all meinen Begrenzungen im Kopf.

Nun, ich wollte damals die Welt retten.

Und irgendwie ist es tatsächlich gelungen, das hinüber zu retten in die heutige Zeit. Die Welt will ich immernoch retten. Und ich frage mich oft, wie viele Umwege ich mir gespart hätte, wenn ich damals einen Mentor gehabt hätte. Jemanden mit Lebenserfahrung, mit Weitsicht, mit Lust am begleiten.

Wenn der Jemand mir ab und an die richtigen Fragen gestellt hätte.

Dann hätte ich mir definitiv 10 Jahre Umwege und vor allem Kampf gespart und wäre smart vom Studenten- in den Investierstatus gerutscht. Ich habe es nicht gewusst, dass man sich Mentoren zur Seite holen kann und (aus meiner heutigen Sicht) muss!

Nun bin ich wirklich schon einige Jahre am Erfahrung sammeln und gebe diese Erfahrungen gerne weiter.

Beim Halbtagspilgern.

Mit meinem neu entwickelten Pilgercoaching. Warum? Weil ich was geben kann und weil ich die Welt retten will. In der Natur. Und mit der Natur. Deine Welt.

Neu lege ich daher ein ganzes Jahr Pilgercoaching mit mir auf. An sechs langen Wochenenden gehen wir gemeinsam pilgern. Zwischendurch bin ich am Telefon für dich da.

Ein Jahr, das dein Leben transformieren und dir die Kunden bringen wird, die genau zu dir und deinem Angebot passen.

Es geht leichter.

Du weißt wieder wo du hin willst. Und ich bin an deiner Seite. Wir starten im April 2020 und du bekommst mich als Mentorin an deine Seite. Weil ich mich jedem Mentee so intensiv wie möglich widmen möchte, sind die Plätze stark limitiert. Daher führe ich vorher mit jedem Bewerber ein Telefonat. Bewirb dich jetzt für den Pilger-Call. 

Tag der deutschen Einheit. Hammer, oder?

Tag der deutschen Einheit. Hammer, oder?

Was für ein Glück, dass wir frei sein können

Weißt du, ich halte mich normalerweise sehr sehr sehr mit Aussagen zum aktuellen Weltgeschehen zurück. Aber heute, wenn du diesen Blogartikel am Tag seines Erscheinens liest, da ist ein besonderer Tag. Nicht nur die Motorradausfahrt der Fürstlichen Route, das Weinfest im Schloss Doberlug-Kirchhain im schönen Elbe-Elster-Land.

Es ist auch Feiertag.

Wir feiern die Deutsche Einheit. Ich kann mich gut an den Herbst 1989 erinnern. Da war ich 17 und mein Leben erschien mir unendlich. Ich verstand intuitiv, dass sich hier eine riesige Tür auftat. Die Tür zu meinem Leben, das ich heute lebe, zur Welt. Endlich reisen können! Nun auch Ostsee im Westen. Die Nordsee. Atlantik gar, vielleicht eines Tages Madrid. Oder gar Istanbul, Afrika. Südamerika.

Wahnsinn!

Für mich ging es in dem Wendeherbst 1989 um so banale Dinge, wie Diskothekenabende am Wochenende und Party mit Freunden. Aber auch um das Abitur. Um schulfreie Samstage. Um West-Berlin, um das Big Eden (die Diskothek. Die älteren unter euch können sich sicher noch erinnern;).

Um Turnschuhe in jeder Farbe.

Viele. Der ganze Laden voller Turnschuhe. Ich seh mich noch staunend da stehen und den Mund nicht mehr zu bekommen. Wozu in aller Welt braucht man Schuhe in jeder Farbe, fragte ich mich damals. Ich weiß es auch heute noch nicht. Aber Auswahl ist grundsätzlich eine großartige Errungenschaft, über die ich zutiefst jeden Tag dankbar bin.

An Tagen wie heute ganz besonders.

Vor einer Woche durfte ich in Heilbronn über unsere Projekte einen Vortrag halten vor den Marketingverantwortlichen der Kommunen in Deutschland! In Heilbronn! Das wäre ohne den Wendeherbst 1989 nicht möglich gewesen. Hamburg, Hannover, Worpswede, Trier, die Mosel, Rinteln, Bad Oeynhausen.

All diese wunderbaren Orte hätte ich nie pilgernd kennenlernen dürfen. Meine Kinder durften in Freiheit groß werden und sich jetzt in Freiheit beruflich entfalten, in einem Europa, das demokratisch ist. Mit einer öffentlichen Meinung, die sie frei und unbesorgt auch laut äußern dürfen. Sie mussten nicht abwägen, ob der Freund ein echter Freund oder ein Spitzel ist.

Ist das nicht schön? Ein Geschenk?

Das größte, was wir neben unserer Gesundheit haben können? Wie ist es bei dir? Was bedeutet für dich der Tag der Einheit? Heute darf ich überall pilgern: Gestern in der Lausitz, morgen in Dresden, letzte Woche in Heilbronn, Löwenstein. Vorher in Tallinn, Riga und den Masuren. Einfach so. Weil ich es möchte.

Danke Leben! 

Wenn du mit mir mal pilgern gehen möchtest und dabei mehr über dein strategisches Marketing lernen magst, meld dich per Mail an zum Pilgercall!

Wieder am Jakobsweg

Wieder am Jakobsweg

Warum du wissen solltest, was du willst – hier ein Bericht über die Widrigkeiten und Erkenntnisse des Reisens

Vor einigen Tagen war ich in Polen, in der schönen Stadt Danzig, Gdansk unterwegs. Wir hatten bei wirklich lausiger Kälte im Wohnwagen geschlafen und der Morgen startete ungewöhnlich stressig und nervig.

Frust am Morgen

Das Wohnwagengefühl war noch neu, ungewohnt, nichts hatte sich eingespielt, stattdessen hatte ich die ein oder andere technische Herausforderung. Dienstlich wie auch privat. Nun, fast wollte ich meine tägliche Morgenroutine dem Frust unterordnen und weglassen, bis ich mich wieder daran erinnerte, wie wichtig eben diese Routinen und die dazugehörige Konsequenz ist.

Frage nicht nach dem Wie

Wenn du weißt, was du willst, du dein Ziel kennst, dann findet sich das Wie automatisch. Mein Ziel kennst du: Halbtagspilgernd durch die Welt ziehen und meine Kunden fit zu machen für den ein oder anderen Marketingmarathon. Und da ich dieses Ziel ja kenne, kommt alles andere von selbst.

Du musst nicht wissen, wie es geht. Du musst wissen was du willst.

Ich kenne viele Menschen, die genau wissen, was sie wollen. Die tun konsequent was dafür. Jeden Tag. Ich kenne einige, die wissen auch was sie vermutlich wollen. Die tun konsequent nichts dafür. Und daher kommen sie auch nicht an.

Der Jakobsweg in Danzig

Der Jakobsweg ist eine solche Herausforderung. Hier in Gdansk habe ich sie auch wieder gesehen, die Schilder mit der markanten gelben Muschel. Jakobsweg. Das ist immer ein bisschen wie nach Hause kommen. Stell dir mal vor, von der polnischen Ostsee bis nach Santiago zu pilgern. Das kann schon einige Monate/Jahre dauern.

Du stehst hier in Polen.

Du weißt, dass die Kathedrale in Santiago de Compostella dein Ziel ist. Und: Dann gehst du nicht los. Wirst du ankommen? Nein! Du weißt, es ist weit. Aber dein Ziel, das kennst du.

Und dann gehst du los.

Erstmal durch unendliche Weiten in Polen, ein gutes Stück durch Deutschland, über die Alpen, durch Frankreich. Du gehst. Setzt einen Schritt vor den anderen. Strauchelst vielleicht oder läufst Umwege, weil du ein Muschelschild verpasst hast. Aber du weißt: Die Kathedrale in Santiago, die ist dein Ziel.

Und daher stehst du wieder auf, wenn du gefallen bist.

Gehst noch ein paar Schritte, obwohl du müde bist. So ähnlich ist das auch mit der Morgenroutine. Ich kann das Ziel sehen, spüren. Wenn ich meine Morgenroutine mache, wird mein Tag großartig. Ich bin entspannt. Mache ich sie nicht, bin ich knurrig, nervös und ungeduldig.

Daher mach ich es lieber doch.

Und morgens in aller Frühe durch Danzig zu spazieren, wenn die Stadt gerade wach wird, das ist großartig. Eine schöne Stadt. Fahr da mal hin. Sehr zu empfehlen.

Interview mit Lisa-Marie Schöttler

Interview mit Lisa-Marie Schöttler

Lisa-Marie Schöttler ist es besonders wichtig, in ihrem Tempo und Rhythmus zu arbeiten. Der Wunsch nach selbstbestimmtem, nutzenstiftendem Arbeiten ist auch der Grund, dass sie, gemeinsam mit zwei Kollegen ihre eigene Firma, Norwin Consulting gegründet hat.

Viel Verbindendes

Uns verbindet also nicht nur das Unternehmertum sondern noch viel mehr. Ich freue mich sehr, dass sie heute bei mir hier auf dem Halbtagspilgerblog im Interview ist.

Jana Wieduwilt: Liebe Lisa, hol uns bitte kurz ab und in dein Leben hinein. Wo bist du gerade? Woran arbeitest du? Wie geht es dir?

Lisa-Marie Schöttler: Vielen Dank, liebe Jana, dass ich ein wenig von mir und Norwin erzählen darf. Gerade befinde ich mich in unserem Büro in der Leipziger Ringbebauung mit Blick auf die Innenstadt. In diesen Räumen mit ihrer rustikalen Einrichtung atmet man die 50er Jahre und gleichzeitig wächst Leipzig vor der Tür beinahe täglich.

Diesen Kontrast mag ich besonders.

Im Moment arbeite ich an einem Kommunikationstraining für einen Kunden aus der Region. Alle Trainings werden bei uns individuell für die Beteiligten entwickelt, deshalb gibt es noch einiges zu tun.

Jana Wieduwilt: Dein Thema ist die Strategieentwicklung für Unternehmen – vom Mitarbeiter aus gedacht. Das ist ungewöhnlich und zumindest aus traditioneller Unternehmerperspektive auch anstrengend. Ich bin ja auch Unternehmerin und darf mit dem besten Team der Welt zusammenarbeiten. Ich weiß um den Wert von Mitarbeitern. Aber ich provoziere mal ein bisschen: Warum sollten denn alle Unternehmen vom Mitarbeiter her gedacht sein? Ist das nicht – gefährlich für die Produktivität und für die Kostenstrukturen?

Lisa-Marie Schöttler: In diesem Fall frage ich gerne etwas provokant zurück: Welche Kosten produzieren gute Mitarbeiter*innen, die das Unternehmen verlassen? Es stimmt, zunächst einmal kostet die Umstellung meiner Strukturen und Prozesse und nicht zuletzt meiner Unternehmenskultur Zeit und Geld.

Kleine Maßnahmen, die wertschöpfend sind

Aber auch kleine Maßnahmen können schon sehr wertschöpfend sein – für das Unternehmen und das Team. Sinnvolle Feedbackschleifen zum Beispiel. Die kosten Arbeitszeit, bringen aber mehr Bindung zum Unternehmen, bessere Arbeitsergebnisse und eine größere Problemlösungskompetenz und -bereitschaft auf allen Seiten.

Gleiches gilt für die partizipative Strategieentwicklung. Wenn ich als Mitarbeiterin an der Ausarbeitung eines Ziels beteiligt bin, bestimmen kann, wie der Weg dahin aussieht, dann ist es für mich deutlich attraktiver, es auch zu erreichen. Und vor allem bringe ich Wissen und eine Perspektive ein, dass meine Kolleg*innen und vor allem auch die Führungskräfte so nicht haben.

Bestehende Mitarbeiter als Recruiter

Ein Beispiel: Ein Unternehmen sucht Mitarbeiter*innen und möchte sich als attraktiver Arbeitgeber präsentieren. Wer wäre besser geeignet, die richtigen Argumente für neue Kandidat*innen zu liefern, als die bestehende Mitarbeiterschaft? Und wer findet eher Fehler im Bewerbungsprozess als die Menschen, die ich kürzlich eingestellt habe? In diesem Kontext gilt es, die richtigen Fragen zu stellen. Und die Mitarbeiter*innen in neuen, wirksamen Methoden zu trainieren, um ihr Wissen konsequent nutzbar zu machen.

Jana Wieduwilt: Du kennst ja unser Modell des ortsunabhängigen und sehr selbstbestimmten Arbeitens bei meiner Firma Wieduwilt Kommunikation. Ich darf jeden Tag das machen, was ich am liebsten tue mit Mitarbeitern, die das Reisen und Ideenentwickeln so sehr lieben, wie ich. Was hältst du als Expertin für agiles Projektmanagement von der Idee des Halbtagspilgerns? Wäre das ein Modell, das für dich als Strategieexpertin Zukunft hat?

Lisa-Marie Schöttler: So wie du mir das Modell des Halbtagspilgerns geschildert hast, klingt es für mich nach Performance durch Balance – einem unserer Kernthemen. Das bedeutet: Ich lebe bewusst, mache neue Erfahrungen und bleibe täglich im Gleichgewicht. Dass man nur wenige Stunden am Tag wirklich konzentriert arbeiten kann, ist gemeinhin bekannt.

In vielen Branchen wäre das Halbtagspilgern daher für mich bereits ein Gegenwartsmodell, das umgesetzt werden sollte.

In Agenturen, Beratungen, insbesondere im kreativen Umfeld. Aber auch in anderen Bereichen hat es Potenzial, wenn wir uns anschauen, wie sich der Arbeitsmarkt voraussichtlich in den nächsten Jahren entwickeln wird. Jobsharing ist schon lange ein Thema und wird meines Erachtens auch weiter wachsen.

Selbstorganisation im agilen Arbeiten ist nicht nur eine Frage der Strukturen und Prozesse, sondern vor allem der Haltung.

Was verstehen wir unter Wertschöpfung? Leiste ich auch einen Beitrag, indem ich mich weiterbilde, meinen Horizont erweitere, etc.? Das wird langfristig nicht nur im Kleinen ein Thema für jedes Unternehmen, sondern auch für die gesamte Gesellschaft sein. Agiles Arbeiten bedeutet, sich selbst zu organisieren, die Problemlösungskompetenz allein und im Team zu erhöhen und nicht zuletzt Ergebnisse zu reflektieren, um sich stetig zu verbessern.

Akkustand prüfen und Pausen selbstbestimmt machen

Dazu gehört auch, dass ich meine Pausen einhalte und meinen Akkustand selbstbestimmt im Blick behalte. Das geht mit deinem Ansatz quasi Hand in Hand.

Jana Wieduwilt: Verrate uns doch gerne: Wie sieht deine Routine aus, die dich jeden Tag Kraft schöpfen und in Balance bleiben lässt? Gehst du auch Pilgern, so wie ich? Oder machst du was ganz anderes?

Lisa-Marie Schöttler: Bewegung, ob in der Schwimmhalle, beim Wandern oder Yoga, ist für mich definitiv ein wichtiger Faktor, um zufrieden und körperlich wie geistig gesund zu bleiben.

Dankbarkeit

Außerdem verwende ich ein Dankbarkeitstagebuch, in dem ich täglich notiere, welche drei Dinge für mich besonders kostbar waren. Dankbarkeit macht glücklich und sorgt dafür, dass mir winzige Begebenheiten viel nachdrücklicher im Gedächtnis bleiben. Es mag kitschig klingen, aber wenn ich mich über ein gutes Gespräch in der Mittagspause von Herzen freuen kann, ist das in meinen Augen der Inbegriff von Glück.

Jana Wieduwilt: Welchen Tipp hast du für meine Halbtagspilger-Leser, wenn sie sich von den Aufgaben und dem Arbeitsalltag „erschlagen“ fühlen. Hast du ein Geheimrezept, das schnell und wirksam ist?

Lisa-Marie Schöttler: Täglich treffe ich dank Norwin auf unterschiedlichste Menschen.

Sie alle haben allerdings eines gemeinsam: Ruhe, Entpannung und Durchatmen verschieben sie gerne auf morgen, während Kundenprojekte und berufliche Ziele nur selten warten können.

Tipps vom Profi

Der vorhin erwähnte Akkustand ist eine Möglichkeit, um sich auf sich und seine Bedürfnisse zu fokussieren. Dazu stelle ich mir drei Fragen: Wie ist mein Akkustand jetzt gerade? Welchen Akkustand möchte ich gerne morgen um diese Uhrzeit haben? Was mache ich ganz konkret in den nächsten 24 Stunden für mich, um das zu erreichen? Die Maßnahmen können noch so klein sein, ich behandle sie wie jede andere Aufgabe in meinem (Arbeits-)Alltag und überprüfe am nächsten Tag, ob ich mich wirklich darum gekümmert habe. Auf diese Weise ist Selbstfürsorge plötzlich keine Nebensache mehr.

Foto: Sven Rohloff