Überflieger Lausitz – Museum für Naturkunde Görlitz

Lausitz für Überflieger - Museum für Naturkunde in Görlitz

Museum Naturkunde Senckenberg Görlitz LausitzLiebe Museumsrundgang

Die Lausitz ist riesig. Ich habe herausgefunden, wo du einen perfekten Überblick über diese gigantische Landschaftsvielfalt bekommst. Und zwar im Senckenberg Museum für Naturkunde in Görlitz. Glaub mir, ich bin genauso gerne draußen, wie in einem Museum. Und ziehe vielleicht manchmal wirklich die Natur vor. Aber, um einordnen zu können, per Knopfdruck anhand eines riesigen Lausitz-Modells durch Jahrmillionen von Erdgeschichte direkt vor unserer Haustüre zu reisen, zu verstehen, worauf die Lausitzer Natur “gebaut” ist – lege ich dir einen Besuch in Görlitz wirklich wirkllich ans Herz. Also, wenn du mal so richtig ein Überflieger werden möchtest, check ein im Senckenberg Museum für Naturkunde in Görlitz.

Wer schreibt und was kannst du tun?

LausitzLiebe ist dein Blog für Natur und Umwelt aus und für die Lausitz. LausitzLiebe für alle ist mein Motto und ich hoffe, nach dem Lesen dieser Episode, auch deins. 

Hier geht es um Natur, um Achtsamkeit, um Inspiration und auch darum, was zu lernen. Jeder einzelne kann nämlich was tun, auch heute lernen wir, was du und ich für gesunde Gewässer tun können – und warum wir das machen sollten.

Bevor es los geht noch eine Bitte: 

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Weißt du, wenn aufgrund dieses Podcasts auch nur Baum weniger gefällt oder verstümmelt wird, ein Laubsauger mehr verschrottet und ein Laubhaufen mehr liegen bleiben darf – dann habe ich mein Ziel mehr als erreicht. Also: LausitzLiebe für alle. 

Ich bin deine Naturpilgerin Jana Wieduwilt und danke dir, dass du hier bist.

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Längster Regenwurm Deutschlands

Und ja, der Überblick ist wirklich fantastisch. Ich habe das ausprobiert und war selber überrascht, wie viel Wasser, aber auch Tagebaue und Vielfalt wir in der Lausitz haben. Obwohl ich LausitzLiebe für alle auch so meine und lebe: Der Besuch im Senckenberg Museum hat meine LausitzLiebe noch mal kräftig genährt.

Wir stehen vor einem riesigen Modell der Lausitz. Hier kannst du die ganze Lausitz in Sekunden überfliegen. Es sind die Hügel, die Seen, Flüsse zu sehen, die Städte – aber auch die Landnutzungen. Und das ist Klasse. Nicht nur für Überflieger.

Doch nun geht’s los mit dem akustischen Museumsrundgang. Ich habe Christian Düker gebeten, dich und mich durch das Naturkundemuseum zu führen. Mach dich auf eine schnelle Reise durch die Welt der Lausitzer Natur, der Dschungelwelt, aber auch unseres Bodens gefasst. Warum du dran bleiben solltest? Vulkane in der Lausitz?? Mehr Vielfalt auf nur 100 km kannst du kaum finden. Und im Muesum findest du den größten Regenwurm Deutschlands mit 6 Meter Länge. Und wir gehen auch auf einen nachdenklichen Aspekt des Kolonialismus ein.

Verstehen was drunter ist / Lausitzer Bodenschichten

Das Senckenberg Museum für Naturkunde in Görlitz – übrigens eine Gründung von Menschen, die die Natur liebten und auch selbst in die Finanzierung dieses Museums investierten – 1811. Ich wiederhole noch mal: 1811. Das war vor über 200 Jahren, da haben sich diese Bürger zusammengefunden um wissenschaftliche Naturforschung zu unterstützen und diese Einrichtung zu gründen.

Während der DDR war das Museum staatlich und danach im Freistaat Sachsen.

Seit 2009 gehören das Museum und die dazugehörigen Forschungseinrichtungen zur Senckenberg Gesellschaft.

Aus der Forschungseinrichtung habe ich schon eine Folge gemacht: Das Wunder unter unseren Füßen – der Boden. Da habe ich mit Frau Dr. Hohberg gesprochen und es ging um die Böden in der Lausitz. Spannend, wie es nach dem Bergbau mit dem eigentlich toten Boden weitergeht. Lies da unbedingt rein. 

Nun zum Museum in Görlitz:
Erstmal geht es um das, was drunter ist. (Ausführlich hierzu höre in den Podcast rein).

Weiter geht’s mit der Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft, die hier anhand von nachgestellten Naturlandschaften und wundervoll vergrößerten Modellen zu bestaunen ist. Die Geräuschkulisse ist inklusive. Und wir wandern auch ins Zittauer Gebirge.

Forschungsergebnisse im Senckenberg Museum

Die Ausstellung ist dabei nur der kleinste Teil dessen, was die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Forscherinnen und Forscher in Görlitz tun. Mir tut sich eine riesige Welt aus Forschung und Untersuchung auf. Und das ergibt Sinn. Denn was man kennt, kann man auch schützen oder auch dazu beitragen dass unsere Vielfalt erhalten bleibt. Tatsächlich ist es ja so, dass – wenn denn wissenschaftlich nachgewiesen ist, was ich oftmals nur fühle. Nämlich Wert und Einzigartigkeit unserer Lebensräume, dass dann auch Maßnahmen ergriffen werden, um sie zu bewahren.

Und zum Beispiel forschen die Senckenberg-Wissenschaftler auch ganz viel zum Thema Boden. Doch wie soll man denn darstellen, was zu unseren Füßen, oftmals völlig unbeachtet los ist und doch so enormen Einfluss auf all unser Leben in der Lausitz und auf der ganzen Welt hat.

In wechselnden Sonderausstellungen wird immer noch mal besonders deutlich gemacht, woran die Forscherinnen und Forscher gerade arbeiten. Zur Zeit der Aufnahme gibt es eine Sonderausstellung zum Thema Bodenschätze und Antworten auf die spannende Frage: Welche Bodenschätze gibt es denn eigentlich in der Lausitz. Welche exportieren wir. Welche müssten wir nicht importieren und so weiter.

Nun geht’s in einen grünen Raum. Und rate mal, was wir hier finden, ein richtiges Schätzchen zum Staunen mit einer nachdenklichen Note:

Erstaunliche Vielfalt auf wenigen qm

Hunderte Tiere aus tropischen Regenwäldern: Tiger, Gorilla, Faultiere, Vögel…

Natürlich frage ich Christian Düker nach seinem Lieblingsplatz im Museum. Die Oberlausitzausstellung ist einer seiner liebsten Plätze. Vor allem deshalb, weil die Nachbildungen und echten Pflanzen, die dort zu sehen sind, so detailgenau sind, dass es eine ganz besondere Lust ist, diese zu betrachten. Auch für ihn, der ja täglich in den Ausstellungen zu tun hat. Und jetzt führt er mich die Treppe hinunter zu einem ganz ganz besonderen Ort. 

Hier sind Terrarien, Aquarien und von Vogelspinne bis Karpfen ist hier eine sehr erstaunliche Vielfalt an Tieren lebend zu entdecken. Wilde Karpfen – ein so genannter Schuppenkarpfen sind hier zu sehen. Ganz alte Exemplare. 80 Jahre alt kann so ein Karpfen werden. Das Wasser plätschert und wer mag, setzt sich einfach hin und lässt sich von der beruhigenden Atmosphäre einfangen.

Beweise für das, was wir eigentlich längst wissen

Nun haben wir das Senckenberg Museum für Naturkunde einmal im Schnelldurchlauf durchquert. Wenn du also demnächst an einem grauen Wintertag nicht recht weißt, was du mit dir anfangen sollst, dann besuche Görlitz und das Senckenberg Museum. Du bekommst einen feinen Überblick und lernst mit Sicherheit ne Menge dazu. Ich jedenfalls habe viel gelernt. Ja, auch Nachdenkliches. Aber auch erfreuliches. Und, ich kann’s nur wiederholen. Je besser wir wissenschaftlich nachweisen können, wie sich Arten untereinander oder überhaupt verhalten, wie sich Landschaft entwickelt und so weiter, desto “bewiesener” ist es, dass es gut wäre, diese Vielfalt zu erhalten. Manchmal sind wir Menschen ja so seltsam, dass wir Beweise brauchen für das was wir längst wissen: Dass wir Teil der Natur sind und die Natur nicht nur zum Überleben sondern auch für unser Wohlbefinden brauchen wie sonst nichts. Ich finde es wunderbar, dass es solche Einrichtungen dieser Klasse in der Lausitz gibt und bedanke mich herzlich für die spannende Führung bei Christoph Düker.

Nun sei so gut und tu mir noch einen Gefallen. Wenn dir der Podcast gefallen hat, dann lass mir gerne einen Kommentar, ein Like da und abonniere den Kanal. Wenn du Menschen hast, denen der Podcast auch gefallen könnte, teile die Sendung. Weißt du, zusammen sind wir mehr als einer – und wenn alle ein bisschen mehr LausitzLiebe haben, haben wir auch länger was von der Lausitz. In diesem Sinne: LausitzLiebe für alle. 

Warum LausitzLiebe?

Ich hoffe, du hattest Spaß und Freude an diesem Bericht. Mein Anliegen ist es, mit diesen – übrigens recht aufwändigen Berichten und Folgen, noch mehr Menschen für die Natur hier in der LausitzLiebe Region zu interessieren und zu begeistern. Wenn mir das heute gelungen ist, ist alles gut. Wenn du diese Folge unterstützen möchtest, dann Like sie, gib 5 Sterne, teile die Folge und empfehle LausitzLiebe Podcast gern an Menschen weiter von denen du weißt, dass sie die Natur in der Lausitz ebenso lieben wie wir beide. Nun verabschiede ich mich von dir, und wünsche dir wie immer ganz viel LausitzLiebe. Deine Naturpilgerin Jana Wieduwilt

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Die Gewässer-Retter

Die Gewässerretter

Die Gewässerretter LausitzLiebe Lausitz Flüsse und Bäche Wasser Lausitz

Vor einigen Wochen war ich mit Linda Leibhold am Haselbach zwischen Großröhrsdorf und Königsbrück. Der Haselbach war ein Beispiel für das, was Linda Leibhold und ihre Kolleginnen und Kollegen vom DVL Landesverband Sachsen tun. Sie machen nämlich Gewässer 2. Ordnung wieder langsam und natürlich. Warum das gut ist für unsere Natur, warum es eine Mammutaufgabe ist und was du ganz persönlich für unsere Fließgewässer tun kannst, erfährst du in diesem Podcast.

ZusammenFLUSS

AUS AKTUELLEM ANLASS. Dies ist eine Studie der EU zum Zustand der Oberflächengewässer. Der Zustand ist sehr sehr schlecht. Umso wichtiger ist die Arbeit der Gewässerretter.

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Linda arbeitet für den DVL-Landesverband Sachsen e.V. Das ist der Verband der sächsischen Landschaftspflegeverbände. Zweck des Vereins ist die landesweite Beförderung der Ziele des Naturschutzes und der Landschaftspflege im Sinne des Bundesnaturschutzgesetzes und des Sächsischen Naturschutzgesetzes insbesondere durch die Unterstützung der Umsetzung von Artenschutz- und Biotopverbundprojekten sowie die Mitwirkung bei der Sicherung der Kohärenz des europäischen Schutzgebiets Natura 2000. Grundlage der Arbeit des DVL-Landesverbands wie auch der regionalen Landschaftspflegeverbände ist die gleichberechtigte Zusammenarbeit von Naturschutz, Land- und Forstwirtschaft sowie Kommunalpolitik („Drittelparität“).

Linda arbeitet für das Projekt “ZusammenFLUSS“.

Beraterinnen und Berater für Gewässerunterhaltung

Auf Basis eines Kooperationsvertrages zwischen dem SMUL (Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft) und dem DVL-Landesverband Sachsen e.V. sind seit Herbst 2024 im Rahmen des Projekts ZusammenFLUSS in fünf Modellregionen sogenannte „Berater und Beraterinnen Gewässerunterhaltung (BGU)“ eingesetzt. Eine dieser Beraterinnen ist Linda Leibhold.

Die Modellregionen sind die Landkreise Bautzen, Zwickau, Leipzig, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, sowie der Altkreis Torgau/Oschatz.

Diese Beraterinnen und Berater haben die Aufgabe, die Kommunen bei der Planung, Finanzierung und Umsetzung von naturnahen Gewässerunterhaltungs- und Entwicklungsmaßnahmen im genehmigungsfreien Bereich zu unterstützen. Dabei fungieren sie als regionale Kümmerer, bringen die verschiedenen Akteure am Gewässer zusammen und engagieren sich für eine effiziente Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie integriert mit Belangen des Hochwasser- und Naturschutzes. Das Projekt läuft bis zum Ende des Jahres 2027.

Was macht ein gesundes Gewässer in der Lausitz aus?i

Ich finde das Klasse. Doch komm jetzt einmal mit raus an den Haselbach. Hier zeigt uns Linda Leibhold eines ihrer Projekte. Du wirst bestimmt genauso begeistert sein, wie ich. 

Wir stehen an dem kleinen Bach, der circa 1-2 Meter breit ist. Lang schlängelt sich der Bach durch das Tal. Wir stehen auf einer Weide, auf der anderen Seite des Flüsschens verläuft eine Straße und dahinter sind Häuser zu sehen. Man kann gut erkennen, dass hier vor kurzem “Flussbauarbeiten“ im Gange waren.

Was macht eigentlich einen gesunden Bach aus?

Vielfältige Strukturen mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten, in der Strömung, kurviger Verlauf, Flachwasserzonen und Bereiche, wo sich das Wasser ausdehnen kann. Dazu gehören ebenfalls Uferstauden und Bäume, um das Gewässer zu beschatten.

Nun sind speziell an dem Haselbach, wo wir mit Linda Leibhold am Beispiel ansehen, was die Gewässerretter machen, nicht nur die Uferprofile wieder zurückgebaut worden, sondern auch Gehölze gepflanzt worden…

Weniger ist beim Flüsschen oft mehr

Der Pflegeaufwand wird tatsächlich weniger für die Kommunen. 

Es ist so, dass in Sachsen die Kommunen für die Unterhaltung Gewässer zweiter Ordnung rechtlich in der Pflicht sind. Zur Unterhaltung zählt einerseits die Sicherung des ordnungsgemäßen Abflusses (Hochwasserschutz), als auch die ökologische Entwicklung des Gewässers. Dafür gibt es verschiedene übergeordnete Gesetzgebungen, ganz wichtig ist die sog. EU-Wasserrahmenrichtlinie aus dem Jahr 2000. Sie schreibt vor, dass bis 2027 alle Gewässer in einen „guten Zustand“ zu bringen sind. Aktuell erreichen im Freistaat Sachsen nur etwa 7 % der Gewässer diesen guten Zustand. Die Gewässer sind stark begradigt, ausgebaut, oft unbeschattet und mit Nährstoffeinträgen insbesondere aus angrenzenden Landwirtschaftsflächen aber auch Einträgen z.B. durch Kleinkläranlagen belastet. Während naturnahe Gewässer viele wichtige Funktionen erfüllen (Lebensraum, Naherholung, Puffer Dürre, Puffer Hochwasser, Landschaftsbild, …), erfordern ausgebaute Gewässer ständigen Mitteleinsatz durch Unterhaltung (Mähen, Krauten, Räumen, …). Das heißt im Umkehrschluss: je naturnäher ein Gewässer, desto besser kommt es mit den Klimawandelfolgen klar, desto besser funktioniert das Gewässer bei Hochwasser UND desto weniger Geld muss ich jährlich in die Unterhaltung investieren. Das sind sehr gute Argumente für eine Gewässerentwicklung. 

Eine ganze Reihe sehr sehr logischer Argumente, die rein rational absolut Sinn ergeben. Nun müssten sich ja die Kommunen im Grunde reihenweise anstellen, um ihre Gewässer naturnah wieder herzustellen. Ist das so?

Machen die Menschen mit beim Gewässer-Retten?

Einige Kommunen sind sehr aufgeschlossen. Die meisten wissen, dass ein “weiter-so” nicht mehr geht. Fläche hat Widerstandskraft genommen, sowohl bei Dürre, wie auch bei Hochwasserereignissen. 

Was genau machen also die Beraterinnen und Berater Gewässerunterhaltung? Dürfen sie den ganzen Tag Faschinen legen, Weidenpflanzen und Gewässer von den Trapezprofilen befreien?

Also ich fasse mal zusammen:

Die Schwierigkeiten in der Umsetzung liegen vor allem in der Flächenverfügbarkeit begründet und auch insgesamt mit falschen Erwartungen z.B. bei den Anliegern („das sieht gar nicht mehr ordentlich aus hier“). Teilweise ziehen die Projekte auch große bürokratische Aufwendungen mit sich (viele Behörden sind am Gewässer beteiligt) – wir in unseren Stellen bewegen uns aber vornehmlich im genehmigungsfreien Bereich. D.h. unser Ziel ist: mit vergleichsweise geringem Mitteleinsatz viel bewirken. (Hintergrund: Eine Renaturierung des Gewässers ist meist ein größeres Unterfangen und in der Verfahrensart ein Gewässerausbau, wir im Bereich der Gewässerentwicklung sind vornehmlich im Bereich der genehmigungsfreien Gewässerunterhaltung unterwegs). Die dritte Schwierigkeit sind (wie immer) finanzieller Natur, wobei es auf Landesebene eine gute Förderung für Gewässerentwicklungsmaßnahmen gibt, die mit 90 – 95 % viel abdeckt. 

Dinge die die Beraterinnen und Berater für Gewässerunterhaltung am meisten tun: 

  1. schauen, wie die laufende Gewässerunterhaltung, die die Kommune macht, extensiver (=naturverträglicher) + effektiver (=kostengünstiger) umgesetzt werden >> sie schauen fachlich drauf: wo muss wirklich unterhalten werden und wo kann das Gewässer in Ruhe gelassen werden? Wenn unterhalten muss, wie geht das möglichst schonend und fachgerecht? 
  2. Gewässerentwicklungsmaßnahmen initiieren >> die BGUs schauen nach Gewässerabschnitten, wo sie dem Gewässer „etwas gutes tun können“, z.B. naturfernen Verbau entfernen, naturnähere Laufstrukturen anlegen, Ufer und Sohle naturnäher gestalten, Gehölze anlegen, … gleichzeitig klären sie Einverständnis der Eigentümer, helfen bei Förderanträgen bzw. suchen nach geeigneten Finanzierungsquellen, unterstützen bei der Planung oder Ausschreibung bis hin zur Umsetzung und Pflege, so wie hier am Haselbach 

(3. immer immer immer versuchen sie Akteure am Gewässer zu vernetzen, Leute an einen Tisch zu bringen die sonst nicht/zu wenig miteinander sprechen, Und sie sensibilisieren für das wichtige Thema naturnaher Gewässer von Landwirten, Bürger:innen, bis hin zum Ministerium oder MdLs, …) 

Es sind viele viele Gespräche notwendig. Denn es geht nämlich nicht darum, irgendwas durchzudrücken, sondern partizipativ eine Lösung zu entwickeln, mit der alle gut leben können. Koexistenz von Interessen. Das finde ich als Beispiel für den gesamten Naturschutz eine gute Sache!

Wie offen sind denn die Menschen, wenn es um das Gewässer im Dorf geht?

Der Kompromiss ist das Ziel

Hier gilt es einen guten Kompromiss zu finden aus der berechtigten landwirtschaftlichen Nutzung und den Interessen des Naturschutzes. Und es geht eben vor allem um ein Miteinander, nicht darum, was durchzudrücken. Denn es geht um pragmatische Lösungen, keinen Dogmatismus.

Was kann jeder/jede einzelne tun? Lieschen Müller und Jana Wieduwilt

Was du tun kannst für den Gewässerschutz:

Wenn man das große Glück hat, ein Gewässergrundstück zu haben, bitte an die gesetzlichen Vorgaben halten und einen Streifen von 5 Metern frei zu halten, kein Schuppen, kein Kompost, kein Holzhaufen… um auch im Falle des Hochwassers hier zu vermeiden, dass Dinge mitgerissen werden. Das zweite ist es, bitte pflanzt keine Nadelbäume oder Koniferen ans Gewässer. Die Nadeln machen das Gewässer zu sauer. Bitte Weiden, Erlen, Bergahorn, Hartriegel und Co. pflanzen. Spät die Wiese mähen. 

Aber auch Bürgerinnen und Bürger: Nehmt an Pflanzfesten teil, redet über die Beraterinnen und Berater für Gewässerschutz. Schaut bitte mal, ob ihr ein klein bisschen toleranter gegenüber anscheinender Unordnung sein könnt… Ein Gewässer darf nicht geputzt aussehen, dann ist es klinisch nicht mehr gesund. 

Zum Agroforstsystem hast du auch einen Podcast bei LausitzLiebe. Höre oder lies rein zum Thema Agroforst.

Und ich habe dem nichts hinzuzufügen. Außer: Danke an Linda Leibhold und ihre Kolleginnen und Kollegen für ihre Arbeit. Dieser integrative Ansatz ist das, was jetzt notwendig ist. Bitte bitte mehr davon. Und hier ist das schönste Schlusswort, das es gibt: 

Wenn dir der Blog efallen hat, dann teile ihn, leite ihn weiter, schreib mir, welches Thema ich demnächst mit LausitzLiebe unter die Lupe nehmen soll. Mir bleibt, dir eine schöne Zeit zu wünschen, immer gesund fließende Gewässer und natürlich ganz viel LausitzLiebe.

Warum LausitzLiebe?

Ich hoffe, du hattest Spaß und Freude an diesem Bericht. Mein Anliegen ist es, mit diesen – übrigens recht aufwändigen Berichten und Folgen, noch mehr Menschen für die Natur hier in der LausitzLiebe Region zu interessieren und zu begeistern. Wenn mir das heute gelungen ist, ist alles gut. Wenn du diese Folge unterstützen möchtest, dann Like sie, gib 5 Sterne, teile die Folge und empfehle LausitzLiebe Podcast gern an Menschen weiter von denen du weißt, dass sie die Natur in der Lausitz ebenso lieben wie wir beide. Nun verabschiede ich mich von dir, und wünsche dir wie immer ganz viel LausitzLiebe. Deine Naturpilgerin Jana Wieduwilt

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