Wo der Biber älter ist als die Braunkohle

Wo der Biber älter ist als die Braunkohle

Biber Lauchhammer Eisvogel

15 Millionen Jahre. So lange gibt es den Biber schon. Damit ist der Biber zum Teil zumindest älter als die Braunkohle, die sich in der Lausitz vor etwa 5 bis 25 Millionen Jahren gebildet hat. Klartext: Der Biber ist mindestens so alt wie die Braunkohle. Nur zum Vergleich. Der heutige Mensch existiert seit etwa 1 Million Jahre. Auch deshalb bin ich heute mit dir zu einer Exkursion in die welt des Bibers unterwegs.
Heute sind wir beim Nabu Senftenberg, Ortsgruppe Lauchhammer und uns führt Sandro Schröder. Er ist Schutzgebietsbetreuer des Nabu für den Biotopkomplex Neuteiche im Westen von Lauchhammer. Außerdem ist er Biberbeauftragter der Untersten Naturschutzbehörde und Staatlich geprüfter Natur- und Landschaftspfleger. Sandro Schröder wird uns heute mitnehmen auf Biber-Exkursion. 

LausitzLiebe in Lauchhammer

Du bist im Podcast LausitzLiebe und ich bin dein Host, deine Naturpilgerin. Lausitzliebe ist dein natürlicher Podcast für die Lausitz. Das ist dein Podcast für dich, wenn du Lausitzerin oder Lausitzer bist, wenn du die Lausitz liebst – oder Lausitzliebender werden möchtest.

Hier geht es um Natur, um Achtsamkeit, um Inspiration. Ich nehme dich mit an wunderschöne Naturorte der Lausitz, begleite mit dir Ranger und Naturführer und zeige dir spannende engagierte Initiativen rund um Natur und Umwelt in der Lausitz. Lausitz Liebe ist ein wacher Blick auf die Landschaft vor unserer Tür – und eine Einladung an dich, sie neu zu entdecken.

Bibergeil und Co.

Doch noch mal kurz zurück zu den Zahlen. Der Biber also, 15 Millionen Jahre alt. Der Mensch, 1 Million. Dennoch war das putzige Felltier mit dem typisch breiten Schwanz, der hier Kelle heißt, im 19. Jahrhundert fast ausgerottet. Von wem, das muss ich dir sicher nicht sagen. Der Mensch mochte Fell, aß Biberfleisch als Fisch in der Fastenzeit und auch das Bibergeil, das… na da kommen wir noch drauf. Sandro Schröder sagt:

Aus Industrie wird Natur

Wir sind jetzt bei den Neuteichen. Früher, das heißt, bis zur Wende war das Gebiet am Rande eines Industriegebietes. In jüngerer Zeit war hier die Kokerei zu finden, in der aus Braunkohle, Hochtemperaturkoks gewonnen wurde. Auch vorher gab es bis 1945 hier eine wirtschaftliche Nutzung, hier war ein großes Karbidwerk, das so genannte Wackerwerk. Das berichtet Teilnehmer und Bergbau-Experte Karl-Heinz Treitschke.

Seltenes im Schilf entdeckt

Die Neuteiche sind Eigentum des Nabu. Sie werden direkt vom Nabu gepflegt und gehegt. 64 Hektar groß ist das Gebiet.

Leider verlieren die Neuteiche viel Wasser. Nur so viel: Auch das Problem ist wieder menschgemacht und schade, dass es so ist. Dass die Neuteiche Wasser verlieren, hat nichts mit dem Klimawandel zu tun. *Grummel* 

Doch zurück zu den erfreulichen oder wissenswerten Dingen. Nach der Begrüßung weist uns der Biberbeauftragte darauf hin, dass wir uns in einem Gebiet bewegen, in dem nicht nur der Biber sondern auch eine ganze Reihe Milben zu Hause sind. Boah, genauer gesagt, es gibt hier diverse Zecken. Igel-Zecke, Hirsch-Zecke, Holzbock, Auwald-Zecke.
Zecken sind ja Spinnentiere und gehören als solches zu den Milben. Also, wenn unterwegs, dann anschließend zu Hause gründlich absuchen ob sich so ein Spinnentier auf dem Körper befindet. 

Welche Nagetiere gibt es eigentlich? Eichhörnchen, Wiesel, Biber, Nutria, Siebenschläfer, Haselmaus, Mäuse … 

Wir lernen: Der Feldhase ist zum Beispiel KEIN Nagetier. Obwohl er so große Zähne hat. Der Hase gehört einfach zur Familie der Hasen.

Also, wir halten fest: Der Biber ist ein Nagetier. Nagetiere machen etwa 40 % des Bestandes der Säugetiere aus. Hättest du das gewusst?

Wir laufen weiter. Durch das Schilf am Neuteich entlang. Und auf einmal: Getschilpe. Wir entdecken tatsächlich, fast nur 2 Meter von uns entfernt, die Bartmeise, die gar keine Meise ist. Hör im Podcast genau, warum das so ist.

Das zweitgrößte Nagetier

Bartmeisen. Die Tierchen sind ganz besonders. Hellbraunes Gefieder ein weißes “Gesicht” und der namensgebende schwarze Bart der rechts und links vom Schnabel gezeichnet ist. Bartmeisen sind gar keine Meisen sondern eine eigenständige Art. Am ähnlichsten sind sie den Lerchen. Ganz besonders, der lange Schwanz. Bartmeisen leben ausschließlich in ausgedehnten Schilfflächen und wir sehen die scheuen Bewohner ganz nah. 

Weiter gehts. Jetzt sind erste Biber spuren zu sehen. Der Biber ist das 2.größte Nagetier der Welt. Sandro Schröder beschreibt den Biber.

Des Bibers Wohnung und seine Gastfreundschaft

Wo lebt der Biber eigentlich? 

Der Biber bewohnt Gewässer, Seen, Sümpfe, Bäche und er ist dämmerungsaktiv. In der Biberburg, in der er wohnt, hat den Eingang stets unter Wasser.

Warum? Weil das Zuhause unseres Biberfreundes dann vor Fressfeinden geschützt ist.

Das Zuhause des Bibers ist übrigens eine Art Röhre, die entweder komplett unter der Erde ist oder eben auch in aufgeschichtetem Material. Wobei, wie Sandro Schröder sagt, das bei uns eher selten sei.

Was macht der Biber so den ganzen Tag? Er fällt Bäume, zieht das Baumaterial ins Wasser, staut fließende Gewässer auf und erzeugt mit seiner fleißigen und kraftvollen Nagearbeit künstliche Dämme, so dass MiniTeiche entstehen. Diese stehenden oder extrem langsam fließenden Gewässer sind Lebensraum für 81 Arten.

81 Arten, die es gibt, weil der Biber tut, was er tut. Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich finde das dermaßen bemerkenswert.

Doch einer ist die größte Gefahr

Außerdem haben die vom Biber errichteten Dämme auch eine Art Filterfunktion. Müll und so weiter bleiben im Biberbau hängen und so filtert der fleißige Geselle auch die Flüsse sauber. 

Das macht er nicht immer ungestört.

Die größten Biberfeinde sind Wolf, Braunbär, Luchs, Seeadler und auch der Hecht, der vor allem den Jungtieren gefährlich werden kann. Doch der Biber hat einen ausgezeichneten Geruchssinn um Gefahr wahrzunehmen und dann ist er in den meisten Fällen auch schnell weg. Spitzengewindigkeiten von 51 km/h bringt der sportliche Pelzträger auf den Tacho.

Doch einer ist die größte Gefahr: 

Der Mensch…

Da ist er wieder

Seit 1975 wurde der Biber wieder angesiedelt. Kanadischer und Elbebiber, die zwei Biberarten, die es auf der Welt gibt, wurden in der Bundesrepublik wieder angesiedelt. Erfolgreich.Denn Biber gibt es wieder häufiger. Manchmal zum Ärger der Landwirte, Gewässerrstraßenunterhalter und der Öffentlichkeit.

Aber warum? Sandro Schröder sagt, wenn, wie früher, ein Abstandsstreifen zwischen Gewässer und Nutzungsfläche gelassen würde, könnte sich auch Meister Biber dort in Ruhe bewegen und würde keinen Schaden auf wirtschaftlich genutzten Flächen anrichten.

Hach, wenn es doch so wäre, dass es irgendwie in der Lausitz ginge, dass wir gegenseitige Rücksichtnahme noch mehr kultivieren könnten. Ich würde es noch mehr lieben. Lausitzliebe für alle, sag ich da nur. 

Echse ohne Beine

Die Gruppe ist fasziniert und die Kinder, die dabei sind haben eine Schlange gefunden. Nein. Keine Schlange. Es ist eine Blindschleiche, eine Echse ohne Beine. Hach, wie ich das liebe, wenn schon den jüngsten auf spielerische Art die Natur in direkter Umgebung nahe gebracht werden kann. 

Die Blindschleiche beißt übrigens nicht. Sie zieht es vor, Begegnungen mit anderen aus dem Weg zu gehen. Passiert es doch und fühlt sie sich bedroht, wirft sie den Schwanz ab und ist damit aus dem Stand mal nur noch ⅓ so groß wie vorher. Krasse Verteidigungsstrategie. Leider geht das nur 1-2 Mal im Leben einer Blindschleiche – sonst ist das Tier völlig wehrlos. Deshalb lassen wir die Blindschleiche lieber mal in Ruhe weiter schleichen.

Wieder an einem abgenagten Baumstumpf angekommen, zieht Sandro Schröder ein Biberfell aus dem Rucksack. Zu Ansschauungszwecken gibt es das seidige, dichte Fell. Auch das ein Grund, warum der Biber gerne gejagt wurde. Auf dem Bauch hat der Biber 23.500 Haare auf einem Quadratzentimeter, 12.000 auf dem Rücken. Wir Menschen haben ungefähr 100 Haare auf deinem Quadratzentimter. Das Fell ist wasserabweisend, weil es regelmäßig gefettet wird. Mutter Natur hat wiedermal an alles gedacht. Der Biber hat an den Hinterpfoten die so genannte Putzkralle, hier sind die Nägel zweigeteilt . und wie eine Art kamm zieht der Biber so durch sein Fell – um es wieder mit Fett einreiben -und dadurch wasserabweisend zu machen. Aufgrund der vieen Haare, die über Kreuz liegen, bilden sich zusätzlich Luftschichten, die den Biber wärmen. 

Kreuzottergebiet Niederlausitz

Nebenebei erwähnt Sandro Schröder, dass hier eine Menge Kreuzottern vorkommen. Auch deshalb sorgt der Nabu hier dafür, dass Wege immer wieder frei geschnitten werden, damit das Reptil sich hier sonnen und Wärme auftanken kann. Kreuzottern gibt es in Brandenburg nur noch im Ruppiner LAnd im Norden. Die Niederlausitz ist Kreuzotter Hotspot. Was für ein Glück. Dennoch ist die Art stark gefährdet. Sie leidet insbesondere unter dem Verschwinden von Mooren, Grundwasserabsenkungen und kommt gern am Rand lichter Wälder, in Feuchtgebieten und Offenland vor. 

Orange-Zahn

Zurück zum Biber, Warum fällt der Baum eigentlich relativ oft Richtung Wasser, wenn der fleißige Nager dran rum nagt?

Auf die Antwort wäre ich nie gekommen. Berechnet das der Biber?

Ne, tut er nicht, weiß der Biberfachmann. Die Bäume, die am Wasser stehen, haben zur Wasserseite oft mehr Blätter und Äste – und sind somit auf der wasserzugewandten Seite wesentlich schwerer. Das bedeutet, wenn der Biber nagt, übrigens immer rundherum, so dass das abgenagte aussieht, wie eine Sanduhr mit schlanker Taille.

Dort wo die Sanduhr ihre dünnste Stelle hat, bricht der Baum – und fällt, aufgrund des ungleichen Gewichts häufig Richtung Wasser.

Der Biber nimmt den Stamm dann mit. Mit erstaunlichen Kräften zieht der Nager das Baumstück hinter sich her. Die gefällten Bäume werden übrigens nicht nur zum Damm- und Hausbau verwendet.

Sie sind auch Nahrungsmittelvorrat für schlechte Zeiten. Denn Rinde und Knospen, die am Baum noch dran sind, gelten bei Bibers als wahre Leckerbissen.

Biber sind übrigens reine Pflanzenfresser. Echter Vegetarier.
Kein Tierchen wird vom Biber angerührt. Dafür lieben sie Gras, Schilf, Blätter – im Frühjahr und Sommer.

Ab Sommer legt das Tier Vorräte an. Mit einem so genannten Futterfloß überlebt das Tier den kargen Winter. Auf und im Floß, das vor dem Eingang des Biberbaus festgemacht wird, findet der Biber, Rinde, Knospen und Zweige, die er dann in der kalten Jahreszeit verputzen kann. Schlau eigentlich oder was meinst du?

Faszinierende Tiere, diese Biber. Und der hier versteht sogar Telepathie. Denn Sandro Schröder hat sich gewünscht, zur Führung ein paar frische Fraßspuren zeigen zu können. Bis gestern gab es keine. 

Doch heute sehen wir eine ganz frisch angenagte Birke. Tja, der ist der Biberexperte wohl auch Biberflüsterer

Der Biber übrigens knabbert auch sehr dicke Bäume an. Die Zähne wachsen ein Leben lang nach – und auch wenn sie abgebrochen sind, sind binnen zwei Wochen wieder nachgewachsen. Die Zähne sind ja so leicht orange. Warum?

Treue und Bibergeil - und schlechter Teamplayer

Der ElbeBiber ist auf natürliche Weise treu. Wenn sich ein Paar gefunden hat, bleibt es meist ein Leben lang zusammen. Je nach dem 1-4 Junge bekommt das Paar jährlich.

Die Jungen bleiben zwei Jahre bei den Eltern und ziehen dann los, um sich neue Reviere zu suchen. Je nachdem, wie dicht die Besiedlung in einer Region ist, so groß ist der Kindersegen.

Denn eines sind Biber nicht: Gute Socializer. Sie haben ihr Revier – und damit basta. Da darf kein zweiter erwachsener Biber sein. Ein Revier wird markiert durch das Bibergeil. Ein Sekret das zur Fellpflege und Reviermarkierung eingesetzt wird und ganz artspezifisch riecht laut Wikipedia ein wenig moschusartig riecht und möglichen Neu-Siedler-Bibern anzeigt: Moment, mein Freund, hier wohne ich schon. Das Bibergeil – das heißt wirklich so, dem wurde zu alter Zeit auch eine Heilwirkung zugeschrieben – auch das trug zur Ausrottung der Tiere bei. 

Wikipedia schreibt weiter: Um das Bibergeil zu gewinnen, musste das Tier getötet werden. Anschließend wurden ihm die Drüsen entnommen und rauchgetrocknet. Boah, klingt echt ungeil. Da lassen wir mal die Finger davon und dem Biber sein Geil. 

Die Paarungszeit ist von Januar bis März – die Jungtiere kommen dann im Frühjahr nach einer Tragzeit von 105 Tagen auf die Welt. Am gefährdetsten sind Biber in den ersten 2 Jahren – im ersten Monat können sie noch nicht mal tauchen und auf Muttermilch angewiesen. Die Muttermilch ist notwendig, weil sie dafür sorgt, dass der Biber Holz zersetzen kann. Ohne Muttermilch kommt dieser Prozess nicht in Gang.

Schwimmen schon, aber tauchen nicht. Doch liebevoll kümmern sich die Eltern bis die Jungtiere endlich ausziehen können. Wenn sie die schwierige Jungtierzeit überleben, werden Biber im Schnitt 8–12 Jahre alt übrigens.

Eisvogel in Lauchhammer???

Sandro Schröder unterbricht kurz: Der Eisvogel hat gefiept. 

Eisvogel. Halloooo in Lauchhammer? Hätt ich nie gedacht. Du? Eisvogel. Also das blaue süße Ding, das auf vielen Nabu-Broschüren drauf ist. Und der Vogel übrigens braucht vor allem Gewässer, die im Winter nicht zufrieren, denn oftmals bleibt er seinem Standort treu. Er fischt, indem er kopfüber ins Wasser stößt – frisst aber auch Insekten, Frösche und Kaulquappen. Der Eisvogel braucht langsam fließende oder stehende Gewässer in  denen reichlich Kleinfische und Sitzwarten sind, schreib der Nabu auf seiner Website. Eisvogel ist vielleicht auch mal ein extra Thema. Wenn du dazu was hören möchtest, mach ich mich gerne auf die Spur. Schreib es in die Kommentare, wenn dich der Eisvogel in der Lausitz interessiert und er mal ein Teil von Lausitzliebe werden sollte.

In dem Gebiet an den Neuteichen wohnt auch der Wiedehopf. Der ist aber gerade in Afrika. Sandro Schröder hofft, dass er im nöchsten Jahr wiederkommt. Eine entsprechende Nisthilfe hat er schon aufgehangen.

Tauchspezialist - für wie lange?

Was glaubst du, wie lange der Biber unter Wasser bleiben kann??? Ich habe mich grandios verschätzt. Noch länger unter Wasser bleiben kann nur die Ringelnatter kann übrigens noch länger. 

Der Biber ist übrigens eine Schlüsseltierart. 81 Tierarten profitieren von seinem Lebensraum. Deshalb hat der Biber einen hohen Schutzstatus und eine eventuelle “entnahme” ist streng geregelt. Meistens bin ich ja nicht so dafür, alles zu überregeln aber hier – bin ich ganz und gar einverstanden, dass 65000 Euro Strafe fällig werden wenn ein Biber unrechtmäßig getötet wird. 

Hier wird der Biber, auch dank des eherenamtlichen Engagements von Sandro Schröder und dem Nabu Ortsgruppe Lauchhammer glücklicherweise in Ruhe gelassen. Ich finde den Biber toll, ebenso wie die anderen Exkursionsteilnehmerinnen und teilnehmer. Danke an die Nabu Ortsgruppe für diese Möglichkeit, Natur direkt hautnah zu erleben. Sandro Schröder erzählt von seiner Beziehung zu dem Biber, den Wölfen und dem Dachs. 

Pelziger Alleskönner - ein Phänomen

Auch ich bin fasziniert und hoffe, dass auch du etwas über den Pelzigen Alleskönner gelernt hast. Das ist echte Lausitzliebe. Wenn dir der Podcast gefallen hat, dann hilf, ihn zu verbreiten indem du ihn an Menschen teilst, die die LausitzLieben, natur lieben und sich dafür interessieren. Drück die Glocke damit du keine Folge mehr verpasst und höre nächste Woche gerne wieder rein. Oder auch in frühere Folgen. Wir waren ja schon beim Rothsteiner Felsen, in der Gahroer Buchheide und dort, wo die Feen tanzen. Ja auch dort, wo nicht nur Pflanzen sondern Gäste aufblühen – mitten in Cottbus. 

Mir bleibt jetzt der Wunsch nach ganz viel Lausitzliebe für dich, für uns, für mich und vor allem für unsere Natur. Ich grüße dich von Herzen. Deine Naturpilgerin. 

Warum LausitzLiebe?

Ich hoffe, du hattest Spaß und Freude an dieser Folge. Mein Anliegen ist es, mit diesen – übrigens recht aufwändigen Berichten und Folgen, noch mehr Menschen für die Natur hier in der LausitzLiebe Region zu interessieren und zu begeistern. Wenn mir das heute gelungen ist, ist alles gut. Wenn du diese Folge unterstützen möchtest, dann Like sie, gib 5 Sterne, teile die Folge und empfehle LausitzLiebe Podcast gern an Menschen weiter von denen du weißt, dass sie die Natur in der Lausitz ebenso lieben wie wir beide. Nun verabschiede ich mich von dir, und wünsche dir wie immer ganz viel LausitzLiebe. Deine Naturpilgerin. 

Lausitz im Nebel – Diese Zeitqualität in der Lausitz

Lausitz im Nebel - Diese Zeitqualität in der Lausitz

Lausitz im Nebel

Die Lausitz im Nebel? Naja im Herbst manchmal. Ich nehme dich heute mit an die Spree – an den Spremberger Stausee und wir beide tasten uns durch den Herbstnebel. Du wirst staunen, was man und frau auch an einem so grauen Herbsttag alles entdecken können. Ich bin deine Naturpilgerin dein Host hier und mein Anliegen mit diesem Artikel und Podcast ist es, bei dir und dir und dir LausitzLiebe zu wecken oder wieder zu erwecken – einfach, indem wir beide hier gemeinsam Naturphänomene der Lausitz erkunden. 

Und wenn es mir gelingt, dass auch nur ein Baum mehr stehen gelassen – ein steinerner Vorgarten wieder grün und ein Laubhaufen für unsere Igel und Millionen von Mikroorganismen nicht weggeräumt wird – weil wir unsere heimische Natur einfach lieben, dann ist alles gut. Ich freue mich nun auf diese Runde Nebelwanderung mit dir. (Und wenn dir der Podcast gefällt, like, teile ihn und abonniere LausitzLiebe, damit du keine Folge verpasst. 

Stille am See

Hier ist es total still. Doch nicht ganz: Ein paar Krähen in der Ferne. Ansonsten ist es still, ganz still. Die Bäume schlafen. Ich bin hier mal wieder am Spremberger Stausee und unter meinen Füßen raschelt jetzt das Laub. Fast alle Bäume haben ihre Blätter komplett abgeworfen. 

Der See ist nicht zu sehen, weil da nur Nebel ist und zwischen den wenigen noch bunten Blättern kannst du nicht weit gucken. Es ist neblich und still. Und trotzdem kommt es mir vor, als wenn es irgendwie so aufgeräumt wäre. So, nach dem Motto: „Wir haben jetzt alles weg sortiert, alle Blätter, nochmal allen Zucker ordentlich getankt und sind jetzt im Winterschlaf. Winterschlaf in der Lausitz.

Natur im Winterschlaf

Die Weide hat noch ganz paar Blätter dran. Aber gleich daneben stehen Pappeln, da hängt gar nichts mehr dran, da haben die Herbststürme alles schon abgerissen. An den Zweigen sind überall schon Knospen und an den Knospen sieht man noch ein paar Spinnweben, die alle mit feinen Tröpfchen besetzt sind und auch an jeder Knospe hängt ein großer Wassertropfen. Sieht fast aus, als wären da Mini-Weihnachtskugeln schon dran. 

Keine Sonne, düster! Aber eigentlich ist das Wort „düster“ nicht richtig. Stille, als wurde so ein Kleid des Nebels, so ein Nebelkleid hier über alles drüber gelegt und sagt: „So, jetzt packe ich meinen Bettdecke aus Nebel hier drüber und schlafe.“ 

Farben im Grau

Nur die Hagebutten siehst du rot leuchten. Gut, dass die auch da bleiben über den Winter. Die Kiefern sind natürlich grün wie immer, aber ich habe selbst bei denen das Gefühl, dass sich auch die Kiefern sich ein bisschen zurückziehen und in so eine Art Winterruhe gehen. 

Das ist so malerisch, du kannst kaum 20, 30 Meter weit gucken und dann ist Nebel. Vom See siehst du gerade mal so die Bucht, in der ich gerade stehe – und mehr nicht. Der Rest ist Nebel.

Zeit des Abschieds

Vielleicht ist das auch eine Zeit, um das ein oder andere zu verabschieden. Der Sommer ist endgültig weg. Auch der bunte Herbst verabschiedet sich gerade. Das Jahr verabschiedet sich so langsam. Und es wird nicht mehr lange dauern, dann sind wieder die Rauhnächte, die wilde Berchta mit ihrem Gefolge tobt dann wieder in Stürmen übers Land. 

Und vielleicht ist es einfach Zeit, schon mal so ein Resümee zu ziehen und Abschied zu nehmen. Ohne, dass du jetzt aktiv irgendwas tun musst. Vielleicht kannst du nur im Gedanken, Dinge aussortieren, die dir nicht mehr so dienen. Dinge, die du wie die Blätter, die die Bäume abgeworfen haben, auch mal abwerfen kannst. So nach dem Motto: „Weg damit. Nächstes Jahr gibt’s was Neues.“ Vielleicht ist das eine gute Zeit dafür.

Winterruhe als Vorbild

Für mich ist das jetzt so eine Zeit, wo wir von der Natur auch mal was lernen können, nämlich zum Beispiel, uns auch mal eine dicke Wolldecke über den Kopf zu ziehen, und in so eine Art Winterruhe zu gehen.

Natürlich können wir uns nicht mehr zu 100 % an die traditionellen Rhythmen der Natur anpassen.

Ein bisschen aber schon. Es wird ja zeitlich dunkel, spät hell und wir sind gerade jetzt so in dieser Zwischenzeit: Advent ist noch nicht so richtig und tiefster Winter ist auch noch nicht so richtig.

Es ist vielleicht ganz gut sich in diese Nebelwand einzupacken und die Früchte des Sommers intern zu genießen, so wie es die Bäume tun. Die haben ja alles, was sie im Sommer über ihre Blätter geerntet haben, den ganzen Zucker, haben sie so ein bisschen ins Innere zurückgezogen, damit sie im nächsten Frühjahr wieder genügend Kraft haben, um auszutreiben.

Innere Uhr und Jahresrhythmus

Und vielleicht ist das was, was wir Menschen uns auch mal wieder abgucken können. Ich meine, unsere Vorvorvorfahren haben ja viel intensiver im Rhythmus der Natur gelebt, als wir das heute tun und tun können.

Trotzdem glaube ich ganz fest daran, dass wir immer noch diese innere Uhr haben. Und daran, dass in dieser inneren Uhr jetzt so ein bisschen die Zeichen auf Rückzug stehen, auf Cocooning, das sich einmummeln, Dinge Revue passieren lassen.

Ich glaube ganz fest dran, dass das eine der Zeitqualitäten dieser neblig feucht frischen Tage ist..

Veränderungen setzen lassen

Und dass das für uns auch gut und notwendig ist, dass wir uns hier in der Lausitz, die ja so viel Veränderung dieses Jahr erlebte. Wir können jetzt diese Veränderung erst mal setzen lassen und das gar nicht unbedingt zu bewerten. Ich meine, heute ist es neblig, das kann ich nicht ändern, du auch nicht. Es ist grau in grau in grau, das können wir beide nicht ändern. Aber wir können das Beste draus machen, du und ich.

Zeitqualität im eigenen Leben

Und dazu möchte ich dich einfach mal einladen, dass du dir mal so anguckst, was ist denn gerade so für eine Zeitqualität in deinem Leben? Und ohne irgendwas verändern zu müssen, einfach sagen: „Okay, so ist das jetzt. Was kann ich denn gut daraus machen?“ Du kannst dich zum Beispiel total einkuscheln, dir einen schönen heißen Tee machen oder ein anderes heißes Getränk deiner Wahl und so tun, als wärst du der Nebel über dem See. Du bist einfach da. Und es ist gut. Und mehr musst du gar nicht machen.

Wochenaufgabe

Das ist meine Wochenaufgabe heute für dich. Sei doch mal der Nebel über dem See. Und … … sonst nix. Also … … sei … … und fertig.

Ich wünsch dir alles, alles Liebe. Eine gute Zeit. Wir hören uns nächste Woche wieder in deinem Podcast Lausitzliebe. Ich bin deine Naturpilgerin und ich wünsch dir eine richtig tolle Seinszeit.

Warum LausitzLiebe?

Ich hoffe, du hattest Spaß und Freude an dieser Folge. Mein Anliegen ist es, mit diesen – übrigens recht aufwändigen Berichten und Folgen, noch mehr Menschen für die Natur hier in der LausitzLiebe Region zu interessieren und zu begeistern. Wenn mir das heute gelungen ist, ist alles gut. Wenn du diese Folge unterstützen möchtest, dann Like sie, gib 5 Sterne, teile die Folge und empfehle LausitzLiebe Podcast gern an Menschen weiter von denen du weißt, dass sie die Natur in der Lausitz ebenso lieben wie wir beide. Nun verabschiede ich mich von dir, und wünsche dir wie immer ganz viel LausitzLiebe. Deine Naturpilgerin. 

Wo jeder Gast aufblüht und die Cottbuser Molche wohnen – PZNU Cottbus

Wo jeder Gast aufblüht und die Cottbuser Molche wohnen - ehemaliger Zentralschulgarten und heute Pädagogisches Zentrum für Natur und Umwelt Cottbus

PZNU Schulgarten Cottbus

Schon am Eingang bemerkt man, dass hier ein ganz besonderer Ort ist. Gleich neben der gut befahrenen Straße auf der die Autos und LKWS rollen, ist eine riesige Oase der Ruhe. Bäume, Blühwiesen, Sträucher, verschiedene Untergründe und Materialien – und hier und da auch ein Beet. Herbstlich gerade schon recht abgeerntet, aber man sieht viele Mulchmaterialien und riesige Kohlköpfe, Grünkohl, Kohlrabi und einiges Wintergemüse mehr. 

Du bist hier im Podcast Lausitzliebe und ich bin dein Host, deine Naturpilgerin. Herzlich willkommen.

Nachhaltige Bildung für die Zukunft

Dem Weg folgend komme ich an einem Gewächshaus vorbei, in dem eine Gruppe offenbar eifrig arbeitet und gleich am blauen Haupthaus treffe ich Julia Kaiser und Robert Fischer.

Die beiden arbeiten im Projekt Nachhaltige Bildung für die Zukunft und leiten gemeinsam mit Gärtner Kai Kliffmann die Offene Gartengruppe. Diese offene Gartengruppe hatte mich als Initiative interessiert – deshalb kam ich überhaupt darauf, über das PZNU (Pädagogisches Zentrum für Natur und Umwelt) zu berichten. Und ich weiß schon nach den ersten Schritten, dass das hier ein wirkliches Paradies in Cottbus und für Cottbuser ist. 

Heute kaum vorstellbar: Das hier war früher mal der Zentralschulgarten der Cottbuser Schulkinder. Früher, also zu DDR-Zeiten, bis 1989 gehörte der Schulgarten als Schulfach zum festen Unterrichtsplan. Hier war früher Beet an Beet. Korrekt alle ausgerichtet. Jede Klasse pflegte hier ihr Beet – und es ging vor allem um … na das erzählt uns nachher noch Projektleiter und Umweltpädagoge Robert Fischer. 

Ich lasse erstmal die Eindrücke wirken. Wundervoller Wein, jetzt in allerbester gelber Herbstfärbung wächst am blauen Gebäude, in der kleinen Küche duftet es wunderbar nach frisch geernteten Salbei – und Tee. 

Ehemaliger Zentralschulgarten in Cottbus - heute PZNU

Heute kaum vorstellbar: Das hier war früher mal der Zentralschulgarten der Cottbuser Schulkinder. Früher, also zu DDR-Zeiten, bis 1989 gehörte der Schulgarten als Schulfach zum festen Unterrichtsplan. Hier war früher Beet an Beet. Korrekt alle ausgerichtet. Jede Klasse pflegte hier ihr Beet – und es ging vor allem um … na das erzählt uns nachher noch Projektleiter und Umweltpädagoge Robert Fischer. 

Ich lasse erstmal die Eindrücke wirken. Wundervoller Wein, jetzt in allerbester gelber Herbstfärbung wächst am blauen Gebäude, in der kleinen Küche duftet es wunderbar nach frisch geernteten Salbei – und Tee. 

Der Tee ist ein Gedicht

Am Rande erfahre ich, dass die Schulklassen und Hortgruppen, die das Gelände besuchen, hier den selbst zusammengestellten und zubereiteten Tee lieben. Ohne Zucker, einfach nur Kraut. Ich habe es probiert – und der Tee ist köstlich.

Übrigens: Ich bin sehr ergriffen – sowohl von dem Wirken des engagierten Teams, wie auch von der Idee.

Am Rande erzählt mir nämlich Kai Kliffmann, dass ganz oft Eltern ins PZNU kommen, die von ihren Kindern hierher gebracht werden. Die Kids, die mit Schul- oder Hortprojekt hierherkommen sind so begeistert, dass die Eltern oftmals kommen und sagen: Tochter oder Sohn habe so geschwärmt, dass sie sich das auch mal ansehen wollten.

Und weißt du was: Ich liebe solche Nachrichten. Das ist genau die Idee, wie wir wirklich was bewegen können.

Über echte Begeisterung. Die strahlt nämlich aus und wirkt fort.

Und was ist das denn für eine schöne Nachricht, wenn die Kinder von der Natur und dem Gärtnern so begeistert sind, dass sie es mit ihren Eltern teilen.

Also, kannste sagen was du willst, allein dieser Satz made my day. (Und ist im Übrigen auch der Grund, warum ich diesen Podcast gestartet habe. Ich will gute Nachrichten, ich will Hoffnung und ich will natürlich aufmerksam machen auf wundervolle Initiativen, Orte und Projekte in der Lausitz.)

Falls mir das gelingt, gib mir ein Like, kommentiere hier, abonniere den PodcastKanal, drückl die Glocke so dass du keine Folge mehr verpasst.

Und kommentiere, das hilft dem Podcast zu noch mehr Sichtbarkeit.

Wie stehst du eigentlich zum Thema Schulgarten als Pflichtfach??

Doch zurück in das Zentrum für Natur und Umwelt.

Hobbygärtner willkommen!

Ich sehe Obstgehölze, eine doch ansehnlich große Kräuterfläche, einen Teich und sogar einige Bienenstöcke. Dazwischen viele Orte zum Staunen und Erleben. Apropos erleben. 

Die erste fleißige Hobbygärtnerin hat sich schon eingefunden. Sie ist im reifen Alter und sagt: Ich bin ganz oft hier und kaufe hier immer meinen Honig. Irgendwann bin ich angesprochen worden, ob ich hier beim Offenen Garten mitmachen will.“
 
Ja, ich will, hat sie gesagt, während sie fleißig Thymian schneidet. Sie hatte früher selbst einen Garten und freut sich, hier in der offenen Gartengruppe Hand anzulegen.

Neben ihr steht eine ehemalige Lehrerin. Die rüstige Rentnerin will einfach noch was tun und Pflanzen sind ihre Leidenschaft. Nun hilft sie, Salbeiblättchen zur Trocknung auszulegen.

Während sich die Frauen in der wohligen Küche aufhalten und die letzten Kräuter des Jahres für die Konservierung vorbereiten, haben sich die Männer noch handfestere Arbeit gesucht.

Norbert ist ebenfalls bei der Offenen Gartengruppe dabei. Gemeinsam mit dem Gärtner Kai Kliffmann stapeln sie Holz auf.

Norbert sagt, dass er unbedingt was tun wollte und über die Freiwilligenagentur auf die Offene Gartengruppe und das PZNU aufmerksam wurde.

Scherzhaft erzählt er mir, zu Hause sei er zum Staubsaugen verdonnert worden – und hätte sich lieber zum Holzstapeln hier in das Gartenparadies verdrückt. Doch im Ernst: Es sei schön, hier mitzuarbeiten. Und er lächelt, wie übrigens alle. Es ist eine große Freundlichkeit hier anzutreffen und man, auch ich, habe das Gefühl, hier wirklich willkommen zu sein. Kai Kliffmann mag das Miteinander in der Offenen Gartengruppe. Hier kann wirklich jeder mitmachen, mit und ohne grünen Daumen.

Ob es sich darum handelt, Holz zu stapeln, Laub zu harken, zu pflanzen oder auch Blumen Zwiebeln in der Erde zu verstecken, für jeden sei hier was dabei.

Ganz entspannt werde hier miteinander gewerkelt nach dem Motto: Ganz entspannt. Und am Ende gibt es einen Klönsnack in der Küche bei einer guten Tasse Tee. Selbstgeerntet versteht sich.

15.000 qm Paradies in CB

Ich lasse mich von Robert Fischer einladen zu einem Bitzrundgang durch die 15.000 Quadratmeter Aufblüh-Paradies in Cottbus.

Die Stadt ist auch hier Träger und setzt mit einer großen Investition ein klares Statement der Stadt Cottbus zu ihrer grünen Bildungsstätte. Doch dazu berichtet uns Robert Fischer im Podcast mehr. Höre rein, um das vollständige Interview zu erleben.

Danke lieber Robert für das wundervolle Gespräch und eure Arbeit. Ich jedenfalls freue mich wirklich, bald mal wieder hier bei euch vorbeizuschauen, und den Baufortschritt zu bestaunen.

Und wer weiß, vielleicht hat der ein oder andere Lust, jeden 2. Mittwoch zur Offenen Gartengruppe zu kommen. (Im Winter wird diese pausieren, bitte informiere dich auf der PZNU Cottbus.)

Doch jetzt lassen wir Robert noch mal zu Wort kommen mit dem schönsten Schlusssatz der Offenen Gartenwelt: 

Der Garten ist offen für ALLE Menschen! Wir erleben immer wieder, dass Menschen, die hierherkommen, den Ort hier kennenlernen total aufblühen.

Lassen wir es gemeinsam weiter blühen. Überall in der Lausitz!

Warum LausitzLiebe?

Ich hoffe, du hattest Spaß und Freude an dieser Folge. Mein Anliegen ist es, mit diesen – übrigens recht aufwändigen Berichten und Folgen, noch mehr Menschen für die Natur hier in der LausitzLiebe Region zu interessieren und zu begeistern. Wenn mir das heute gelungen ist, ist alles gut. Wenn du diese Folge unterstützen möchtest, dann Like sie, gib 5 Sterne, teile die Folge und empfehle LausitzLiebe Podcast gern an Menschen weiter von denen du weißt, dass sie die Natur in der Lausitz ebenso lieben wie wir beide. Nun verabschiede ich mich von dir, und wünsche dir wie immer ganz viel LausitzLiebe. Deine Naturpilgerin. 

Wo Ötzis Pilze wachsen – LausitzLiebe in der Gahroer Buchheide

Wo Ötzis Pilze wachsen - LausitzLiebe in der Andachtsstätte der Natur (Gahroer Buchheide)

Ötzis Pilze Birkenporling

Andächtig. So kann man am besten die Haltung beschreiben, mit der die Gruppe die Buchen in der Gahroer Buchheide betrachtet. Unten das braun-orange Herbstlaub, das schon auf den Boden gefallen ist, oben die aufrecht silbriggrauen Stämme die fast wie die Säulen eines Kirchbaus wirken. Und noch weiter oben machen Sonnenstrahlen die Blätter zu einem Gedicht aus Farbe, Form, Licht und Schatten.

Buchwald in Elbe-Elster

Andächtig. Als wir alle so standen. Still. Und staunend, während die Geräusche des Waldes, das Rascheln der Blätter, das Gezwitzer der Vögel die Szene untermalen. Es ist für mich ein magischer Moment. Noch magischer als die vielen Wunder, die uns Ranger Hans-Christian Funk während der Wanderung zeigt, ist diese Andacht von uns Menschen angesichts der 200 jährigen Buchen und der Schönheit und vielfalt der Natur.

Rangertour im Reich der untoten Bäume

Apropos Natur. Wir sind heute mit dem LausitzLiebe Podcast zu Gast auf Rangertour und im Reich der untoten Bäume. Die Naturwacht Brandenburg von der Stiftung Naturschutzfonds Brandenburg macht regelmäßig führungen und du bist heute mit LausitzLiebe bei einer dabei. Vor allem sind hier für die Lausitz recht seltenen Buchen. Ich liebe diese majestätischen Bäume. Glatt und silbergrau streben die Stämme nach oben gen Himmel. Und oben die ausladende Krone. Wenn das Laub oben dicht ist, ist unten dunkel. 

Bis die Mutterbuche das Licht freigibt...

Apropos Natur. Wir sind heute mit dem LausitzLiebe Podcast zu Gast auf Rangertour und im Reich der untoten Bäume. Die Naturwacht Brandenburg von der Stiftung Naturschutzfonds Brandenburg macht regelmäßig führungen und du bist heute mit LausitzLiebe bei einer dabei. Vor allem sind hier für die Lausitz recht seltenen Buchen. Ich liebe diese majestätischen Bäume. Glatt und silbergrau streben die Stämme nach oben gen Himmel. Und oben die ausladende Krone. Wenn das Laub oben dicht ist, ist unten dunkel. 

Auch die Kiefer ist zu Hause - ein historisches Zeugnis

Buchen – kaum vorstellbar in der Lausitz, wären auch hier, wenn es uns Menschen nicht gäbe, der Haupt- und natürliche Waldbestand. Kann ich mir gut vorstellen. Die Kiefer übrigens, die hier heute meist in den Forstflächen vorherrscht, ist durchaus auf den mageren sandigen Böden teilweise wohl heimisch, vor allem aber eben angepflanzt. Der anspruchslose Baum lässt sich vielfach nutzen und wurde schon vom Königlich-preußischen Oberforstmeister Friedrich-August Wilhelm Leopold von Krosigk (1707-1797) gepriesen als Baum von „vielseitigen wirtschaftlichen Wert gerade für die ärmere Bevölkerungsteile… es werde auch aus den Kiefern gutes Teer und Pech gemacht“. 

„Die Tangeln und Nadeln werden von den armen Leuten, so wenig Stroh haben, unter zu streuen, um Mist davon zu machen, auf vorher geschehene Anfrage, mit weiten Rechen fleißig gesammlet.«1

Das habe ich aus https://brandenburgikon.net/index.php/de/erinnerungsorte/maerkische-kiefer

Eine Eiche für Viele!

Doch zurück zu unserer Exkursion. Während wir auf der Wanderung langsam Richtung FFH-Gebiet Gahroer Buchheide kommen, bleibt Ranger Funk an einer Eiche stehen. 

Es gibt hier aber nicht nur Buchen, sondern auch Eichen. Auf einer Eiche, so Ranger Funk, gibt es Lebensräume für 500-1000 Arten. Ich habe mich nicht versprochen: Eine Eiche: 500-1000 Arten. Finde ich schon sehr sehr bemerkenswert.

Naturschutzgebiet - Hat hier die Natur Vorrang?

Wir sind übrigens in einem Naturschutzgebiet. Das bedeutet, es darf hier nichts entnommen werden – auch keine Pilze. Man darf nur auf den Wegen lang laufen. Die Natur hat hier Vorrang. Naja, Jagdstände sieht man hier wie überall. Ich persönlich halte da gar nichts davon, aber ich bin ja auch kein Naturschutzsachverständiger. Ich fänd es gut, die Natur ganz sich selbst zu überlassen, denn gerade, angesichts des Wunders Natur, von dem wir so wenig verstehen, wer sind wir Menschen, dass wir denken, Gott spielen zu können. Es kann auch sein, dass ich das noch nicht so ganz richtig verstanden habe. Also Jagen und auch Holzeinschlag sind in Naturschutzgebieten möglich. Sicher in Absprache und sicher müssen auch alle Anspruchsgruppen klug unter einen Hut gebracht werden. Kann sich jeder selbst seine Meinung bilden.

Nun wieder zu unseren Buchen. Ranger Funk führt uns zu einer Art Lichtung. Ein Buchenriese ist hier gefallen und darf auch so liegen bleiben, Ein Glück, dass das Thema Totholz inzwischen Rang und Namen bekommen hat. Das wir Menschen, nicht mal in genutzten Forsten, immer gleich alles aufräumen müssen, ist zwar im Haushalt sicher lobenswert – aber in der Natur ist das, was wir als Unordnung bezeichnen Lebensraum, Zu Hause für so viele Organismen, Pilze, Pflanzen und Tiere. Fledermäuse wohnen in Baumhöhlen und unter der Baumrinde. Spechte und andere Vögel in Baumhöhlen, Der Igel überwintert in Laubhaufen und Totholzbergen.

Pilze - Alarrrm

Und die Pilze. Unser Wanderführer zeigt auf den Baumstamm. Wer genau hinsieht, erkennt Pilze. Weich fühlen sie sich an. Andere schleimig, wieder andere sind so winzig, dass eine Teilnehmerin extra die Lesebrille rauspackt um die kleinen Mini-Pilzchen genauer zu betrachten. 

Grüngelber Schwefelkopf, Spaltblätterpilze. Hallimasch..

Das Holz ist richtig mürbe. Unter der Rinde ist auch schon vieles zersetzt. Es gibt 3 verschiedene Pilz-Familien: Die Mykorrhiza Pilze bilden eine Symbiose mit dem Baum. Die Pilze helfen beim Aufschlüsseln der Nährstoffe aus dem Boden und werden gleichzeitig vom Baum mit Zucker aus der Photosynthese versorgt. Weiter parasitäre Pilze, die auf dem Baum leben und seine Nährstoffe “abgreifen”. Das sind auch die die den Baum schädigen, so dass er schon vor seiner natürlichen Lebensdauer geschwächt wird. Und die dritte Art sind die Totholzpilze, die sich schon an völlig abgestorbenem Totholz laben und es nach und nach zu Erde zersetzen.

Lausitzliebe und die Sprache der Bäume

Wie dauert es, bis ein abgestorbener Baum wieder vollständig zu Erde geworden ist? Ebenso lange wie der Baum lebt. Stell dir das mal vor. Selbst der tote Baum ernährt noch über Hundert Jahre Organismen. Ich lieb sie diese riesigen Geschöpfe und ich glaube auch fest daran, dass diese Wesen genauso fühlend und kommunizierend sind, wie wir. Sie sprechen nur eine andere Sprache. Aber wenn du ganz still bist, wirst du es wahrnehmen können, die Sprache der Bäume.

Funk spricht auch über die Widersprüche aus Forstwirtschaft und Naturschutz. Das eine ist wirtschaftliche Nutzung des Waldes. Da geht es um Erträge. Und ja, das kann ich nachvollziehen. Holz wird ja gebraucht. Ich finde es auch unehrlich zu sagen, dass Forstwirtschaft nur zu 100 % böse ist. Ich liebe Holzmöbel und auch das Holz aus dem diese Möbel gemacht sind, ist mal irgendwo in einem Forst gewachsen. Andererseits – ich weiß nicht, wie es dir geht, aber in mir ist Hoffnung, dass das mit dem Wald auch anders gehen muss. Zum Beispiel natürlicher. Also nicht mit Gift gegen eine Schädlingsart, das dann auch alle anderen Insekten des Waldes tötet. Also nicht mit großflächigen Kahlschlägen, die auch völlig gesunde Bäume entnehmen. Nicht mit riesig schweren Maschinen, die den Boden auf Jahrzehnte verdichten. Ja, das kannst du für Klugschiss halten und ich hab keine Lösung. Aber wenn niemand nie mal was anders macht, als wir es immer gemacht haben, wird LausitzLiebe mal irgendwann keine neuen Naturflächen mehr finden, die ich dir vorstellen kann. Andererseits: Der Naturschutz möchte bewahren. Ich pflichte hier Ranger Funk bei, der sagt: Am besten ist ein Wald, der möglichst durchmischt ist, viele Arten und Etagen besitzt – und genau deshalb nicht so anfällig gegen einzelne Fressarten ist, wie wie ein Monoforst, einfach weil sich vieles, wenn nicht alles selbst reguliert. 

Fledermäuse und Malerpilz in der Lausitz

Zurück zu den Buchen. Hier in diesem gut durchmischten Wald gibt es neben vielen anderen Arten auch viele Fledermausarten. Die wohnen nur zu einem winzig kleinen Teil in den Fledermauskästen, die die Menschen hier bereit gehängt haben. Die meisten der Fledermäuse wohnen in den vielfältigen Strukturen, die hier vorhanden sind. Unter anderem sind hier Mopsfledermaus, Rauhautfledermaus, Großer Abendsegler, Kleiner Abendsegler, Wasserfledermaus zu Hause. 

Immer wieder entdecken wir Buchen die so seltsame waagerecht abstehende Pilze am Stamm haben. In einem anderen Podcast habe ich sie mal als eine Art “Hauseingangsleuchte” beschrieben. Das ist zumindest hier an der Stelle der Zunderschwamm. Natürlich auch ein Pilz. Die können auch ganz stattliche Größen erreichen. Meine Hand sieht neben dem grau weiß geschichteten Pilz geradezu lächerlich klein aus. 

Das Raunen der Gruppe steigt noch etwas mehr an, als uns Ranger Funk zu einem alten Baumstamm führt. Hier wächst ein besonders dickes Exemplar von einem im Volksmund so genannten Malerpilz. Malerpilz heißt das prachtvolle Ding deshalb, weil, wenn man an der weißen Unterseite des Pilzes was schreibt oder malt, sich dann die Farbe ändert in braun und so die “inschrift” erhalten bleibt. Allerdings bleibt das nur etwa eine Saison so braun, dann hat der Pilz die Stelle wieder repariert und die Unterseite ist wieder schön weiß. Der größte Lackporling soll ungefähr ein Meter im Durchmesser gewesen sein. Kenner nennen das Prachtstück “Lackporling”. Ein wunderschönes Ding. Staunend bleiben wir immer wieder stehen und bewundern, welch pittoreske und wunderschöne Formen diese “untoten” Bäume hervorbringen und ihnen Heimat bieten. Auf ein etwas anderes, fast wabenartiges Gebilde in einem Totholzstamm macht uns der Ranger aufmerksam. Das ist von Ameisen gemacht. Holzarmeisen – namens Roßameisen. Die Rossameisen lieben feuchtes Holz – und können schon mal dem ein oder anderen nicht gut verarbeiteten Fachwerk-Balken gefährlich werden. Diese hier sind allerdings im Wald – und noch ein Stückchen größer als die Rote Waldameise. Gesehen haben wir die Tierchen leider nicht.

Eichen-Krimi in LausitzLiebe

Eine alte Eiche steht am Wegesrand. Hans-Christian Funk erklärt, was der Baum macht: Das Splintholz wächst bei großen Verletzungen rundum und versucht so schnell es dem Baum möglich ist, die Verletzung zuwachsen zu lassen. Diese Eiche hier hat eine mehrere Zentimeter breite und etwa einen Meter hohe Verletzung erlitten und das Holz wuchtet sich drum herum, es hat richtige Wülste gebildet. Das ist ein bisschen wie ein Wettrennen in Baumgeschwindigkeit. Kann der Baum die Verletzung schneller schließen als die Insekten oder sonstigen Tierchen oder Pilze sich in der Verletzung ansiedeln? Man weiß es nicht. Ich weiß ja nicht, was du sagst, aber ich finde das spannender als jeden Krimi.

Ötzi lässt grüßen

Ich hatte neulich auch so eine Birke beschrieben, an der ebenfalls so eine Art “Laterne” – ein Pilz am Stamm wuchs. Nun haben wir Birke am Boden liegend gefunden und auch da wieder eine “Laterne” – Birkenporling. Der Birkenporling ist ganz ganz berühmt, seit mehreren tausend Jahren. Du erinnerst dich an Ötzi? Ötzi hatte Birkenporling dabei. Der wusste damals schon, dass der Birkenporling der Gesundheit recht zuträglich ist. Laut Wikipedia hat Der Birkenporling entzündungshemmende, antibakterielle und antivirale Wirkungen und wird traditionell zur Behandlung von Magen-Darm-Beschwerden, zur Wundheilung und zur Stärkung des Immunsystems eingesetzt. Er kann auch gegen Darmparasiten helfen und hat möglicherweise krebshemmendes Potenzial. Die Anwendung erfolgt meist als Tee, Tinktur oder in Form einer äußerlichen Anwendung zur Wundheilung. Allerdings, das weißt du ja, ist das hier ein reiner Vortrag, keine Anleitung für Heilwirkungen oder gar medizinische Behandlungen. Und ich persönlich lasse von Pilzen gern die Finger, weil ich mich gar nicht gut genug auskennt und viele Arten immer noch einen giftigen oder zumindest unverträglichen Doppelgänger haben. Hier im Naturschutzgebiet ist das sowieso kein Thema. Da dürfen und sollten wir nichts mitnehmen. Nicht mal Ötzis Birkenporling

Nun zeigt sich noch eine wundervolle uralte, geschwungene Buche mit einem riesigen Hohlraum im inneren. Kein Blatt mehr dran – und doch ist dieser Baum voller Leben. Pilze, Insekten, Vögel finden hier Lebensraum. Ich staune wiedermal andächtig.

Lausitzliebe: Dendrodelm und Igelstachelbart

Was ist denn ein Dendrodelm: ein kleines Mikrohabitat. An einer Buche, deren unterer Stamm fast wie ein Reifrock einer Königin aus dem Barock aussieht, hat sich solch ein Mikrolebensraum gebildet. Die seltsame Wuchsform hat ein mit Wasser gefülltes kleine Kuhle hervorgebracht in der sich wiederum ganz spezielle Arten versammeln. 

Leute, ich könnte schreien vor Ehrfurcht und Staunen. Das kannst du dir echt nicht ausdenken, was es so alles gibt!! Ich lieb’s – du auch? Dann drücke auf Like, abboniere den Podcast. Du bist hier bei LausitzLiebe, also wenn du auch nur etwas Wissenswertes erlebt hast hier und heute, dann abonniere. Und buch dir demnächst eine RangerFührung durch die Natur. 

Ich mache mal gleich weiter mit meinem Staunen-Ausbruch. Wir entdecken mit Hilfe des Rangers den “Igelstachelbart” ein Pilz der aussieht wie eine Koralle, die in den Schnee- und Eissturm geraten ist und auf der sich Raureif gebildet hat. Spitze Ministacheln umrahmen auf geradezu malerische Weise die einzelnen Pilzstämmchen. Hach, Leute. Bis heute konnte ich Pilzen ja bis auf das bestaunen ihrer Vielfalt nicht so viel abgewinnen, aber seit heute bin ich auch Fan von den Dingern. Das müssen wir in der nächsten Zeit mal näher untersuchen. Diesen Igelstachelbart solltet ihr aber, wenn ihr ihn entdeckt, unbedingt!! stehen lassen. Er ist sehr sehr sehr selten und stark gefährdet und steht deshalb auf der Roten Liste. Es wäre doch ein Jammer, wenn er verschwindet, weil wir Menschen auch bei dem wiedermal achtlos sind.

Die Ästhetik des Verfalls - Der Pilz des Jahres 2024

Die Ästhetik des Verfalls hat viele Gesichter. Oder ist es Zerfall? Vielleicht ist es nur die Umwandlung einer Körperform in eine andere Dimension? Hier jedenfalls finden wir die so genannte Würfelfäule. Natürlich steckt auch da wieder ein Pilz dahinter. Dieser Pilz jedenfalls zersetzt das tote Holz so akkurat, dass es aussieht, als wären viele viele Würfelchen aufeinander gestapelt. Auf was für Ideen die Pilze so kommen. Ziemlich gut. Und genau das richtige für die LausitzLiebe.

Sehr pilzlastig diese Folge. Denn am Wegesrand wohnen noch die Schopf-Tintlinge. Diese zeigen schon während ihres öffentlichen Daseins eine enorme Wandlung. Die jungen Pilze sind schlank, weiß und haben eine ganz schlanke, weiße und essbare Kappe. (Achtung. Sammel nur, was du kennst). Im Laufe weniger Wochen verändert sich die Kappe und zerfließt zu dunkler Tinte, bis nix mehr von der Pilzkappe übrig ist. Ein Phänomen, das unsere Vorfahren wohl zu nutzen wussten, indem sie tatsächlich mit der Tinte malten oder schrieben. Die Schriftzeugnisse aus der Pilz-Tinte sind heute noch erhalten und lesbar. Der Schopf-Tintling war übrigens Pilz des Jahres 2024. Ja, gute Wahl!

Warum LausitzLiebe?

Ich hoffe, du hattest Spaß und Freude an dieser Folge. Mein Anliegen ist es, mit diesen – übrigens recht aufwändigen Berichten und Folgen, noch mehr Menschen für die Natur hier in der LausitzLiebe Region zu interessieren und zu begeistern. Wenn mir das heute gelungen ist, ist alles gut. Wenn du diese Folge unterstützen möchtest, dann Like sie, gib 5 Sterne, teile die Folge und empfehle LausitzLiebe Podcast gern an Menschen weiter von denen du weißt, dass sie die Natur in der Lausitz ebenso lieben wie wir beide. Nun verabschiede ich mich von dir, und wünsche dir wie immer ganz viel LausitzLiebe. Deine Naturpilgerin. 

Feenwald der kleinen Fichten – NSG Schadewitz

Feenwald der kleinen Fichten

Fichten: Sind eigentlich nicht typisch für die Lausitz. Und doch gibt es im NSG Schadewitz Hoffnung: Hier sind in einem Wald, der aussieht, wie ein Feenwald, viele Fichtenkinder dabei, wieder Wald zu werden. Zu Gast im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft nehme ich dich mit auf die romantische Reise zu den kleinen Fichten. Warum diese besonders angepasste Fichte dort wächst, lernst du in diesem Podcast. Außerdem begegnen wir dem Werk von Eichelhäern und Eichhörnchen. Was die tun? Find es raus, indem du rein hörst. Und wenn dir der Podcast gefallen hat, dann empfiehl ihn gerne weiter. Gib dem Podcast eine 5-Sterne-Bewertung und drück die Glocke, damit du keine Folge verpasst.

Herbstlausch

Herbstlausch

Herbst in der Lausitz mit Lausitzliebe

Der Herbst – gerade jetzt solltest du noch raus gehen. Langweilig? Keineswegs. Es gibt viel zu sehen, zu riechen, zu entdecken – und zu lauschen. Finde mit LausitzLiebe das ein oder andere lauschige Plätzchen, lerne, dass der Teufel im Grunde genommen daran schuld ist, dass die Buchen ihre Blätter so lange behalten… Hör rein, dann wirst du es erfahren. Und wenn dir der Podcast gefallen hat, dann empfiehl ihn gerne weiter. Gib dem Podcast eine 5-Sterne-Bewertung und drück die Glocke, damit du keine Folge verpasst.

Wo der Mensch dem Himmel ganz nah ist

Wo der Mensch dem Himmel ganz nah kommt

Heiliger Hain und Rothsteiner Felsen mit Lausitzliebe Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft

In der Lausitz ist man dem Himmel öfter nah – doch gibt es im LausitzLiebe-Gebiet aus meiner Sicht 2 Orte, an denen der Himmel noch ein bisschen näher ist: Der Rothsteiner Felsen bei Bad Liebenwerda und der Heilige Hain bei Prestewitz. Beides liegt im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft. LausitzLiebe ist heute auf Exkursion an magischen und botanisch wie geologisch ganz besonderen Naturwundern. Gemeinsam mit dem Naturparkleiter Lars Thielemann nehme ich dich mit auf eine ganz besondere Reise. Fast wie im Märchen darf nämlich auch ein Flüsschen wieder mäandern. Warum und wie das alles so gekommen ist, erfährst du nur, wenn du reinhörst. Und wenn dir der Podcast gefallen hat, dann empfiehl ihn gerne weiter. Gib dem Podcast eine 5-Sterne-Bewertung und drück die Glocke, damit du keine Folge verpasst.

Wo rotes Wasser aus dem Berg kommt

Wo rotes Wasser aus dem Berg kommt

Märchenwald und Wolfsschlucht an der Neiße mit Lausitzliebe

Dort, wo das rote Wasser aus dem Berg kommt, wo dicke alte Buchen und der Märchenwald aufeinander treffen, wandern wir gemeinsam durch Wolfsschlucht und entdecken ein winziges Stück vom Geopark Muskauer Faltenbogen. Immerhin Unesco Welterbestätte – und natürlich ein entzückendes Stück Lausitzliebe. Folge mir an die Neiße zwischen Forst und Bad Muskau. Höre jetzt rein. Und wenn dir der Podcast gefallen hat, dann empfiehl ihn gerne weiter. Gib dem Podcast eine 5-Sterne-Bewertung und drück die Glocke, damit du keine Folge verpasst.

Arche Noah der Lausitz Warum Bäume die Baumuni besuchen

Die Arche Noah der Lausitz:
Warum hier Bäume die Uni besuchen

Open Baumuni und Waldgarten Branitzer Park

Die Arche Noah der Lausitz? Was soll das sein? Ich nehme dich mit LausitzLiebe heute mit in die Neue Baumuniversität Branitz. Hier wird eine riesige Fläche zum Refugium für Bäume und Sträucher, darunter einige Arten, die es so fast schon nicht mehr gibt. Folge mir und den Experten der Baumuniversität und finde heraus, was es mit Agroforst und dem Waldgarten auf sich hat. Höre jetzt rein. Und wenn dir der Podcast gefallen hat, dann empfiehl ihn gerne weiter. Gib dem Podcast eine 5-Sterne-Bewertung und drück die Glocke, damit du keine Folge verpasst.

Essbare Lausitz – was man in unseren …

Essbare Lausitz - was man in unseren Städten essen

Essbare Kräuter in der Lausitz

LausitzLiebe ist heute mit dir auf Tour durch die essbare Welt der Städte. Was wächst denn da am Wegesrand – wofür ist dieses oder jenes Kräutlein gut? Komm mit der Naturpilgerin auf Tour und entdecke die kleinen, feinen, vielfältigen Schätze, die auch in Lausitzer Städten wachsen. Wir entdecken Hopfen, Schafgarbe, Brennnessel und die roten Hagebutten, aber auch noch mehr Kräutlein, die dir vielleicht noch nie aufgefallen sind. Achtung: Dies sind lediglich die Erfahrungen der Naturpilgerin – informiere dich, bevor du irgendetwas vom Wegesrand pflückst.
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